Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Poxdorfer Schützenvereins "Edelweiß" haben ihren Höhepunkt erreicht. Parallel dazu feierte die Gemeinde den 25. Geburtstag der Böllergruppe. Die Zahl der Gratulanten machte Eindruck: 72 Gruppen mit über 1600 Teilnehmer waren zum Feiern und Böllern nach Poxdorf gekommen.

Nach einer Kommandantenbesprechung im Festzelt zogen die ebenso fesch wie zünftig anmutenden Böllerschützen mit ihren großen Büchsen, Standböllern und Kanonen zu einer großen Wiese am Ortsrand. Dort warteten schon zahlreiche Zuschauer auf das bevorstehende Schauspiel. Unter den historischen Schießgeräten war auch die sogenannte "Poxdorfer Kanone". Im Jahr 1912 hatte sie die Gemeinde aus Anlass des Besuches von Prinz Ludwig gekauft.

Ohrenbetäubend bis infernalisch

Auf das Kommando des Bezirks- und stellvertretenden Landesböllerreferenten Adolf Reusch und "Edelweiß"-Böllerkommandanten Hans Kupfer feuerten die im Viereck aufgestellten 432 Böllerschützen zunächst ein schnelles und ein gegenläufiges Reihenfeuer.

Beim gemeinsamen Salut feuerten sie gleichzeitig aus allen Rohren. Das klang ohrenbetäubend bis infernalisch.
Ungleich beschaulicher ging es später im Festzelt zu, wo Pfarrer Albert Löhr einen Gottesdienst zelebrierte. Anschließend machte sich zu den Klängen von sieben Musikkapellen die Jubelgesellschaft auf den rund zwei Kilometer langen Weg durch die Ortschaft.

Die Gegnerschaft der Fans macht Pause

Ihnen folgten eine Reihe von Ehrengästen. Unter ihnen waren Landrat Reinhardt Glauber und Sohn Thorsten (beide FW). Die Bürgermeister Gunhild Wiegner (Poxdorf), Richard Schmidt (Effeltrich), Wolfgang Fees (Langensendelbach) und Andreas Galster aus Baiersdorf fehlten ebenso wenig wie SPD-Kreisvorsitzender Reiner Büttner oder Gauschützenmeister Hans-Joachim Hiller.

Selbst die ansonsten notorische Gegnerschaft zwischen den Fans des FC Bayern und jenen des 1. FC Nürnberg verlief in gemäßigten Bahnen. Die "Poxdorfer Clubberer" mussten mit ihren beiden riesigen FCN-Fahnen gleich zwei Mal an dem Haus eines Bayern-Freundes vorbeiziehen. Der gratulierte seinem Verein derweil mit zwei riesigen Bannern und einem Transparent an seiner Hausfassade zum Triple.

Mit viel freundlichem Beifall bedachten die Zuschauer am Straßenrand auch die weit über 50 Schützenvereine mit ihren Fahnen, die Trachtenvereine mit ihren prächtigen Gewändern, die Feuerwehrabordnungen und Soldatenkameradschaften.