Der aus gesundheitliche Gründen zurückgetretene Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) prägte 26 Jahre lang die Geschichte der Stadt. Auch sein Vorgänger Karlheinz Ritter von Traitteur (CSU) war 28 Jahre lang Stadtchef.

Angesichts dessen sprach Redaktionsleiter Michael Memmel bei der Podiumsdiskussion mit den vier Kandidaten in der vollbesetzten Aula des Herder-Gymnasiums von einer historischen Dimension der Wahl am 6. März. In der Aufwärmrunde sah sich der begeisterte Bergsteiger Ulrich Schürr (JB/CSU) mit der Frage konfrontiert, ob er lieber die Rathausspitze oder Berggipfel erklimme. Der 39-jährige Jurist entschied sich kurzfristig für das Rathaus, will aber die Gipfel nicht aus dem Auge verlieren.
 

Mitbewerber Uwe Kirschstein (SPD), der bei der letzten Stichwahl gegen Franz Stumpf 45 Prozent eingefahren hatte, hatte die Lacher auf seiner Seite, als der engagierte Bogenschütze einräumte, dass er sein Sportgerät auch ins Rathaus mitnehmen wolle. Der Wahlkampf sei dynamischer, beim Schießsport sei mehr Konzentration gefragt, erklärte der 38-jährige Diplominformatiker.

Polizeihauptkommissar Manfred Hümmer, der für die Freien Wähler um den OB-Sessel kämpft, entschied sich für den Busfahrer, als er gefragt wurde, wer ihn sicherer an sein Ziel bringe, der Stadtbus oder das Navi seines Wohnwagens. Der 54-jährige Diplomverwaltungswirt, Orts-, Kreis und Bezirksvorsitzender der Freien Wähler, geht nämlich gerne auf Reisen.

Klaus Backer (51), ebenfalls Diplomverwaltungswirt, der für die Gruppierung "Freier Oberbürgermeister Forchheim" gewählt werden möchte, wurde vor die Wahl gestellt, wo es ihm denn besser gefalle, in Forchheim oder an seinem Lieblings-Reiseziel Irland. Salomonisch antwortete der passionierte Musiker und Leiter des Ordnungsamtes, dass Irland zweifelsohne mehr Landschaft am Atlantik zu bieten habe.Von der Anzahl der Sehenswürdigkeiten, bezogen auf die Größe der Stadt, habe Forchheim eindeutig mehr zu bieten.

Nach dieser Aufwärmrunde ging es richtig zur Sache. Die Kandidaten wurden zu Themen wie Wohn- und Bauland, Integration von Flüchtlingen, der Position von Forchheim als Wirtschaftsstandort oder Gastronomie und Handel in der Innenstadt im Vergleich zu den Gewerbeflächen am Stadtrand in die Mangel genommen. Eine Zusammenfassung der Diskussion lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.


Ausstrahlung im Fernsehen

Eine 120-minütige Aufzeichnung der Podiumsdiskussion ist auf TV Oberfranken zu sehen am kommenden Samstag, 20. Februar, um 18 und 22 Uhr sowie am Sonntag, 21. Februar, um 14 Uhr.


Einen ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag auf infranken.de und am Mittwoch im Fränkischen Tag Forchheim.