Zum 14. Mal veranstaltet die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz die Scharfen Wochen. Im Mittelpunkt steht dabei der Meerrettich. Im Herbst zur Erntezeit kreieren deshalb viele ansässige Gastronomen eine eigene Kren-Speisekarte mit mindestens drei Meerrettich-Gerichten täglich. Zusätzlich wird ein Rahmenprogramm mit Veranstaltungen und Kochkursen angeboten.

Intensive Pflege nötig

Der Anbau ist mit viel Pflege verbunden: Während pro Jahr und Hektar bei Getreide durchschnittlich zehn Stunden und bei Speisekartoffeln 100 Stunden Arbeit zu leisten sind, beansprucht der Meerrettich etwa 1000 Stunden. Die intensive Pflege bis hin zur Ernte lohnt sich. In den Gasthäusern wird das jahrhundertealte Gewächs abwechslungsreich zubereitet - mal als Füllung in einer fränkischen Forelle, mal als Soße zum Tafelspitz, mal als Parfait oder Apfel-Kren-Eis.

In einem Sonderprospekt präsentieren sich alle beteiligten gastronomischen Betriebe der Fränkischen Schweiz mit kompletter Adresse. Für alle, die die schmackhaften Gerichte auch zuhause nachkochen wollen, gibt es auf www.fraenkische-schweiz.com/scharferuebe.html im Internet zusätzlich inspirierende Rezeptideen zum Ausprobieren.

Wer hat neue Kochideen?

Was neue Rezepte anbelangt, hofft die Tourismuszentrale auch heuer wieder auf tatkräftige Unterstützung. Denn die Rezept-Aktion, die im letzten Jahr positiv aufgenommen wurde, findet auch 2014 wieder statt. Wer also selbst tolle Gerichte mit Meerrettich zaubert, kann seine Lieblingsrezepte per E-Mail an aktion@fraenkische-schweiz.com schicken, diese werden dann im Internet für alle zum Nachkochen präsentiert. Die Rezepte von 2013 finden Interessierte online unter www.fraenkische-schweiz.com/kren.

Jeder, der den Umgang mit der scharfen Wurzel erst einmal lernen möchte, ist bei einem der Kochkurse genau richtig. Ab 16. September können sich Interessierte für zwei verschiedene Kurse bei der Volkshochschule des Landkreises Forchheim (Tel.: 09191/86-1060, www.vhs-forchheim.de, kontakt@vhs-forchheim.de) anmelden. Sie gehen am Mittwoch, 1. Oktober, 18 bis 21.30 Uhr in Ebermannstadt und am Montag, 10. November, von 18 bis 21.30 Uhr in Gößweinstein über die Bühne.

Im Gasthaus Sponsel in Kirchehrenbach gibt es am 10. Oktober außerdem ein Krenmenü, während der Mundartmeister Helmut Haberkamm auftritt.

Ein Sück Kulturgeschichte

Informationen rund um Geschichte, Anbau und Verarbeitung des schärfsten aller regionalen Gewächse gibt es im Meerrettich-Museum in Baiersdorf. Hier erleben Gäste die Welt der "magischen Wurzel" als Stück fränkisch-bayerischer Kultur- und Wirtschaftsgeschichte und erfahren, was den Kren so besonders macht. Kurzum: Es sind die vielen Mineralstoffe und Vitamine. Diese helfen zum Beispiel dabei, den Stoffwechsel zu aktivieren, einen hohen Blutdruck zu regulieren, den Kreislauf zu stärken und Bakterien zu hemmen. Und sie können für eine schöne Haut sorgen.