Richard Schmidt und Christoph Wurmthaler sind die Seniorenbeauftragten in Effeltrich. Der Altersdurchschnitt der Gemeinde liegt bei 43,5 Jahre. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) wollen die beiden ein neues Seniorenkonzept im Ort auf den Weg bringen: Ehrenamtliche sollen ältere Menschen, die alleine zu Hause leben, bei den täglichen Arbeiten unterstützen, sich mit ihnen unterhalten oder auch Besorgungen machen. "Ich schaue schon immer nach einer 94-jährigen Nachbarin.

Aber die traut sich von selbst nicht zu sagen, wenn sie etwas braucht", erzählt Richard Schmidt. Und Kathrin Heimann ergänzt: "Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die sich so engagieren. Aber ich finde es auch entsetzlich, dass bei uns ältere Menschen alleine und ohne Ansprache leben."


Interessante Fahrten

Im Augenblick müsse sie sich mit Baumkatastern auseinandersetzen. Eigentlich sollte sie, Kathrin Heimann, Menschenkataster anlegen, damit man wisse, wo Menschen leben, die Hilfe brauchen.

Zum Glück gibt es bereits einige Angebote für Senioren. "Wilmya Zimmermann aus Poxdorf organisiert interessante Fahrten", berichtet Christoph Wurmthaler. Und es gäbe den Seniorenkreis der Pfarrei, der sich 14-tägig trifft. Auch der Sozialverband VdK-Deutschland organisiert Veranstaltungen für Senioren. Und Heidi Wolf von der Caritas managt, dass alte und demente Menschen sowie Behinderte daheim abgeholt werden und sich regelmäßig treffen können. Der örtliche "Fosanochtsverein Allamoschee" organisiert ebenfalls einen lustigen Nachmittag in der Faschingszeit.


Verwöhnen mit Gurkenmaske

Und die Gemeinde will im nächsten Jahr Bänke für ältere Menschen aufstellen lassen.
"Das war ein Vorschlag von Senioren, die sich gern auf dem Weg zur Kirche kurz ausruhen wollen", erzählt Richard Schmidt. Zudem gibt es eine Gruppe von rüstigen Männern, die ihren eigenen Seniorenclub gegründet haben, die "Männerwirtschaft". Die aktiven Senioren nehmen ihren Club mit Humor. "Die haben eine Kosmetikerin eingeladen und sich mit Gurkenmaske verwöhnen lassen."