Nach einem exaktem Plan sind die Aufgaben verteilt. Alleine der Bühnenaufbau ist minutiös geplant. Die Bands sind ausgesucht und gebucht, Firmen und Privatleute für Spenden wurden abgeklappert und auch das Kinderprogramm steht. So soll der Zauberer Matzelli die Kinderherzen höherschlagen lassen. Um was es geht, ist das Open-Mind-Festival in Gräfenberg.

Zum elften Mal veranstaltet das Bürgerforum Gräfenberg am Samstag, 9. September, das Festival auf dem historischen Marktplatz.


Große Zielgruppe

Es handelt sich um eine Veranstaltung, die sich einreiht in die vielfältigen Aktivitäten des Bürgerforums: für Menschenrechte, Demokratie, Akzeptanz und Toleranz.

"Glücklicherweise haben sich neue Leute für die Organisation gemeldet", sagt Susann Horz vom Open-Mind-Team. Das war ausschlaggebend, um das bereits angekündigte Aus für das Festival zurücknehmen zu können. "Es wäre einfach schade gewesen, wenn ein gut laufendes Festival zu Ende geht", sagt Horz. Das Festival soll möglichst viele Menschen ansprechen, eine genau definierte Zielgruppe gibt es nicht. "Open Mind heißt für eine freie geistige Stimmung zu sein. Da gehört jedes Alter dazu", erklärt Horz.

Als Veranstaltung gegen Rechts ist das Festival damals vor elf Jahren entstanden. "Das Thema ist aktueller denn je und wieder in den Vordergrund gerückt", findet Horz. Alleine schon der Blick auf die Wahlplakate zeige dies ihr. Politisch eingefärbt soll der Abend dennoch nicht sein, wenn auch der eigentliche Entstehungsanlass für das Festival nicht vergessen wird. Stattdessen möchte das Festival eine große Feier der Vielfalt sein. "Das Leben kann so schön sein", sagt Horz. Von dieser Schönheit soll der Abend geprägt sein. Eine gute Stimmung, gute Musik, viele schöne Gespräche und gutes Essen - das ist der Wunsch der Veranstalter. "Viele Leute, um es heuer wieder schön zu machen", wünscht sich das Open Mind Team.

Der Gräfenberger Marktplatz ist der wahrscheinlich bestmögliche Platz für das Festival: Er ist romantisch, stimmungsvoll und auch unter akkustischen Gesichtspunkten geeignet.
Und mit der Kunstfigur Monique da Costas, die Kai Laufer verkörpert, ist eine originelle Moderation garantiert.