"Wer kann die Lücke von Fritz Wittmann schließen?", wollte der Hiltpoltsteiner Gemeinderat Georg Deinhardt (FW) wissen, als es um die Frage nach dem Zweiten Bürgermeister ging. Der scheidende Gemeinderat Wittmann, kann auf 42 Jahre aktive Kommunalpolitik zurückblicken. In den vergangenen fünf Jahre vertrat er den Markt als Zweiter Bürgermeister.

"Keiner, der im Berufsleben steht", beantwortete sich Deinhardt seine Frage selbst, weshalb er auch seine Parteikollegin Gisela Geldner als geeignete Nachfolgerin vorschlug.

Demgegenüber stand Gerhard Leistners (CSU) Vorschlag für Georg Potzner (CSU). Das Ergebnis war denkbar knapp. Mit einer einzigen Stimme Unterschied gewann Potzner die Abstimmung. Gisela Geldner konnte sich anschließend immerhin bei der Wahl um den Posten des Dritten das Amt des Dritten Bürgermeisters durchsetzen. Sie gewann gegen Gerhard Leistner.


Dass Hiltpoltstein weiterhin on drei Bürgermeistern vertreten werden soll, stand für alle Räte dabei außer Frage. Einig waren sich die alten und die neu vereidigten Gemeinderäte auch darin, das Sitzungsgeld zu erhöhen. Bislang wurde pro Sitzung pauschal 15 Euro bezahlt. Mit einer zusätzlichen IT- Pauschale von fünf Euro würden künftig 20 Euro Entgelt für die Räte gegeben werden.

"Gute Entscheidungen"

Doch hier forderte die Mehrheit im Gremium, diese Sitzungspauschale zu erhöhen, zumal die meisten Sitzungen doch vier bis fünf Stunden dauern und eine höhere finanzielle Anerkennung angemessen wäre.

Auch andere Gemeinden hätten die Sitzungspauschale erhöht. "Angesichts der finanziellen Lage der Gemeinde soll es bei 15 Euro bleiben", bescheidet sich Georg Deinhardt. 25 Euro pauschal pro Sitzung lautete letztendlich der Beschluss, die Ausschussmitglieder erhalten 12, 50 pro Stunde als Entschädigung, da diese Sitzungen oft tagsüber sind. Für einige Diskussionen sorgte auch der Sitzungsbeginn, der für 19.30 Uhr vorgesehen ist, den die meisten Gemeinderäte gerade im Sommer aber gern später gelegt sähen.

Hier schlug Claus Vetter (BfH) vor, zu den einzelnen Punkten eine zeitliche Begrenzung anzugeben. Ein Versuch, auf den sich Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH) einlässt und ausprobieren möchte. Sitzungsbeginn wird nun in den Wintermonaten von Oktober bis April 19.30 Uhr sein, die restlichen Monate erst um 20 Uhr.

"Wir haben keine große Parteienpolitik, sondern gemeinsam gute Entscheidungen getroffen, um die Gemeinde voranzubringen. Doch wenn kurzfristige Entscheidungen zu treffen waren, wie das Ausbaggern des Weihers, habe ich einige zusammengeholt", begründete Bauer ihren Wunsch, dass in der konstituierende Sitzung Fraktionssprecher benannt werden sollen.

Verzicht auf Sprecher

Die Kultur der Fraktionssprecher gab es in Hiltpoltstein vorher nicht. Davon hielt das Gremium allerdings Abstand. Es biete sich hier an, die Bürgermeister zu nehmen, weshalb man auf Sprecher verzichte. Neben der Ersten Bürgermeisterin als geborenes Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft und deren Vertreter Potzner als gekorenes Mitglied sind Claus Vetter (BfH) und Michael Knauer als dessen Vertreter sowie Wolfgang Engel (CSU) und Stefan Windisch als Vertreter ernannt worden.

Gerhard Prütting (FW), Matthias Tauber (CSU) und Werner Spörl (BfH) sowie die jeweiligen Vertreter Georg Deinhardt, Stefan Windisch und Sebastian Heinze sind für die Sitze im Zweckverband ernannt worden.