Die Entscheidung, im ehemaligen Sprachheil-Kindergarten in der Stauffenbergstraße 1 eine Dependance der Kindertagesstätte Sattlertor und des angegliederten Hortes zu errichten, fiel bereits im März. Eröffnet wird die Zweigstelle voraussichtlich am 1. Oktober.

"Die enorme Nachfrage nach Hort- und Kindergartenplätzen machte eine Ausweitung notwendig", erklärt Sandra Ammon, Leiterin der Kindertagesstätte. "22 Erstklässler hatten sich für den Hort angemeldet, aber nur drei Plätze wurden frei", erinnert sich Hort-Leiterin Ulrike Haas, die mit ihren Mitarbeiterinnen mittlerweile 70 Hort-Kinder zu betreuen hat.

70 Hort und 125 Kita-Kinder

25 davon werden in den neuen Räumlichkeiten untergebracht, die derzeit saniert werden. "Das sind vor allem die Gymnasiasten und einige Viertklässler. Für sie bietet sich die neue Adresse vor allem wegen der räumlichen Nähe zu ihren Schulen geradezu an", findet Ulrike Haas.

"Uns war von Anfang an wichtig, dass die Dependance keine B-Version unseres Hauses wird.Das Raumkonzept im Gebäude der Stauffenbergstraße entspricht voll dem Neubau in der Karolingerstraße. Die Kinder haben die gleichen Möglichkeiten wie hier", unterstreichen die Einrichtungsleiterinnen. Deshalb gibt es auf jeder Etage zwei Essensräume, je einen großen Gruppenraum und Projekträume, eine Küche und ein Zimmer, das für Schwarzlicht-Aufführungen genutzt werden kann. Dieser Projektraum soll möglichst allen Kindern der Einrichtung zur Verfügung stehen. Der Bewegungsraum mit den Tetris-Schaumstoffwürfeln im XXL Format wird am Vormittag von den Kleinen des Kindergartens und am Nachmittag von den Hortkindern genutzt. "Die Kinder lieben diese Schaumstoffwürfel" , versichert Ulrike Haas.

Im Parterre des Hauses in der Stauffenbergstraße eröffnet die Kita Sattlertor ihre fünfte Gruppe. Damit steigt die Zahl der Kinder dieses Kindergartens auf 125. "Das ist eine völlig neue Gruppe mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Da wird niemand umquartiert", versichert Sandra Ammon.

Sie zollt vor allem den Eltern großen Respekt. "Da hat niemand gefragt, ob die Kinder im Neubau oder in den sanierten Räumen in der Stauffenbergstraße untergebracht werden. Viel wichtiger war die Betreuung und das pädagogische Konzept", erzählt die Kindergartenchefin. Die organisatorischen Erschwernisse, bedingt durch die Dependance, nimmt sie gerne in Kauf. "Natürlich müssen wir mehr absprechen, mehr planen und mehr organisieren, aber für die Kinder tun wir das gerne", versichert Sandra Ammon.