WeigelshofenNur siebeneinhalb Meter misst der Weigelshofener Kircheihbaum. Damit ist er wohl der kleinste, der je von Kirchweihburschen in der Marktgemeinde Eggolsheim aufgestellt wurde.

Gleich vorneweg: Es war kein Kirchweihbaum, der von Kindern aufgestellt wurde. Es ist schon der "offizielle" Kirchweihbaum der Kerwasburschen. Als die Burschen ihn aus dem Wald holten und stolz durch den Ort fuhren, war er auch noch länger. So um die 23 Meter, in etwa so hoch wie der Kirchweihturm der Filialkirche St. Georg.

Baum war aufgerissen

Daneben wird er jedes Jahr aufgestellt. Unter den Klängen der "Weigelshüfner Bloosmussigg" mit ihrem Leiter Klaus Huberth. So auch in diesem Jahr.

Doch während des Aufstellens mit den Holzschwalben mussten die Kerwasburschen feststellen, dass die stattliche Fichte im oberen Drittel aufgerissen war. Ob dies ein unentdeckter Sturmschaden ist, oder es beim Fällen passiert war, blieb ungeklärt.

Es wäre ein Sicherheitsrisiko gewesen, den beschädigten Baum aufzustellen, auch wenn er schadlos in die Senkrechte gebracht worden wäre. "Nicht auszudenken, wenn zwei oder drei Tage danach die Spitze doch abbricht und jemand zu Schaden kommt", befand Tobias Götz. Er entschied sich dafür, nur den oberen, noch intakten Teil des Kirchweihbaumes zu verwenden. Und das waren genau siebeneinhalb Meter. Der Kirchweihbaum wird sicher in die Geschichte von Weigelshofen eingehen. Die älteren Zaungäste des Geschehens hatten aber gleich eine Idee: "Wenn wir ihn bis Weihnachten stehen lassen, können wir ihn als Christbaum neben der Kirche verwenden." In jedem Fall aber gebührt den Weigelshofener Kerwasburschen ein Lob für die einzig richtige Entscheidung, nicht aus falschem Ehrgeiz den Baum in voller Länge in die Senkrechte gehievt zu haben.