Mit der Erschließung des neuen Baugebiets "An der Schule", der einfachen Dorferneuerung im Ortsteil Honings und der Sanierung der Wasserversorgung standen einmal mehr drei Langzeitthemen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.


35 Parzellen geplant


Zunächst stellte Christian Dremel vom Ingenieurbüro Höhnen & Partner aus Bamberg die technischen Daten der Straßenerschließung für das neue Baugebiet vor. 35 Parzellen sollen im Südwesten der Gemeinde ausgewiesen werden.

Dabei machten es sich der Planer und die Mitglieder des Gremiums nicht gerade leicht, benötigten sie doch über zwei Stunden, bis ein tragfähiges Konzept gefunden war. So soll der westliche Wendeplatz asphaltiert werden und in einen Grünbereich auslaufen.

Die in den westlichen Außenbereichen verlaufenden Feldwege werden ebenso unbefestigt als Rasenfläche ausgeführt wie die fahrbahnbegleitenden Mehrzweckstreifen samt Entwässerungsrinnen. Dafür will der Fachmann von Höhnen & Partner die Querungshilfe in Höhe des Feuerwehrhauses im Ebersbacher Weg 2,50 Meter breit gestalten und dafür bei den Gehwegen im Einmündungsbereich zur Neunkirchner Straße das angrenzende Straßenbegleitgrün zugunsten einer Hochbordbegrenzung im Kurvenbereich entfallen lassen.


Rampe zum Feuerwehrhaus


Ebenso sollen alle Kurvenbereiche und Mehrzweckstreifen im Baugebiet mit Ausnahme des Ebersbacher Weges gepflastert werden. Schließlich nahmen die Mitglieder des Gremiums noch den Vorschlag von Christian Dremel an, der den Zugang zum Feuerwehrhaus als fußläufige Rampe ausführen will.

Das letztlich bei einer Gegenstimme beschlossene Planungskonzept sieht aber auch für die Oberflächenentwässerung zwei Rückhaltebecken vor, die im Bereich der Erschließungsstraße 1 und dem Ebersbacher Weg für eine kontrollierte Ableitung des Regenwassers in den Hahnenbach sorgen sollen. An das Schmutzwassersystem könnten noch zwei bis drei weitere Baugebiete angeschlossen werden, wie Bürgermeister Franz Schmidtlein (BHH) noch einmal versicherte. Die Wasserversorgung solle in zwei Ringschlüssen ausgeführt werden.

Weiter ging es mit der Dorferneuerung in Honings. Diese sorgt seit geraumer Zeit bei den Anwohnern für Unruhe, weil sie noch immer nicht über die auf sie zukommenden Kosten umfassend aufgeklärt wurden.


Wie hoch sind die Belastungen


Dabei betonte der Gemeindechef noch einmal, dass der Fortgang des Projekts vor allem davon abhänge, wie hoch die Belastungen durch die Straßenausbaubeiträge für die Anlieger der zu sanierenden Verkehrsflächen ausfallen und ob sie dann auch so akzeptiert werden. Derzeit sei die Stimmungslage unter den Honingsern "höchstens noch bei 50 zu 50, wenn nicht sogar schon etwas darunter".

Um eine weitreichende Planungs- und Rechtssicherheit zu erhalten, beauftragte der Gemeinderat auf Vorschlag von Franz Schmidtlein die Sachverständige Ulrike Peter vom Büro "kdbpeter" aus Augsburg einstimmig mit der Abrechnung von Straßenausbaubeiträgen für die Ausbauanlage "Ortsdurchfahrt Gemeindeteil Honings". Kosten: 2393,10 Euro.


Probleme mit dem Trinkwasser


Seit Jahren muss das Hetzleser Trinkwasser wegen immer wiederkehrender Verunreinigungen mit Bakterien und Viren gechlort werden. Deshalb diskutiert der Gemeinderat schon seit längerem über den Bau einer Wasseraufbereitungsanlage.

In der jüngsten Sitzung legte noch einmal Alexander Dürrschmidt vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Nürnberg seine Sicht der Dinge dar. Dabei stellte er die für Hetzles infragekommende Variante mit dem Neubau eines Hochbehälters vor. In diesem könnten gleichzeitig die benötigten Pump- und Filteranlagen sowie die Reinigunganlage für das Rohwasser untergebracht werden. Obgleich für Bürgermerister Schmidtlein die Notwendigkeit einer solchen Aufbereitungsanlage außer Frage steht, wie er betonte, müsse mit der Umsetzung eines derartigen Projekts aus finanziellen und organisatorischen Gründen bis zum Jahre 2017 gewartet werden. Vorrangig sei die Umsetzung des Neubaugebiet "An der Schule".

Trotzdem schlug Dürrschmidt vor, dass der Gemeinderat die finanziellen Eckpunkte abstecken sollte, schließlich beginne am 1. Januar 2016 eine neue Kalkulationsperiode für die Wasserverbrauchsgebühren