Die Welt existiert noch, die Zeitung konnte ebenfalls gedruckt werden und Sternengucker hatten einen aufregenden Montagmorgen. 20 davon hatten sich auf dem Feuerstein bei Frank Fleischmann auf der Sternwarte Feuerstein eingefunden, um von 2 bis 6 Uhr in den Himmel zu gucken.

"Es war eine gute Stimmung und wir hatten viel Spaß. Da es teilweise Wolken gab, hatten wir aber ein wenig Probleme mit der Sicht", erzählt Fleischmann. Abwechselnd konnten die Interessierten in der Kuppel der Sternwarte beobachten oder am zweiten aufgestellten Teleskop. "Wir konnten auch Sternschnuppen beobachten", berichtet der Physiker Fleischmann.


Die Venus als Halbmond

Außerdem sei die Venus sehr hell gewesen. "Einige Betrachter meinten, das Licht bewegt sich und waren überzeugt, ein Ufo entdeckt zu haben", lacht der Wissenschaftler. Es hätte sich aber, nachdem die Wolken verzogen waren, als Venus herausgestellt. Im Augenblick hat die Venus die Form eines Halbmondes.

Auch in Oberehrenbach hatten sich einige Interessierte am Ortsrand getroffen, um mit bloßem Auge das Geschehen zu beobachten. Alle waren vom Geschehen beeindruckt, einige hatten sich eine intensivere Rotfärbung erhofft. "Das kommt auf die jeweilige Erwartungshaltung an", erklärt Frank Fleischmann.

Auch sei die Umgebung wichtig, denn das Farbspektrum würde sich auf die Farbe auswirken. Besonders rot würde der Mond erscheinen, wenn beispielsweise irgendwo auf der Welt ein Vulkanausbrauch gewesen wäre oder Saharastaub bei uns in der Luft liegen würde. Für alle Sternengucker war die Mondfinsternis mit Blut und super Erntemond trotzdem ein besonderes Erlebnis.