"Auch wir sind in der Pflicht", sagte Rast bei der Bürgerversammlung im Gasthof "Goldener Stern" in Igensdorf. Der Gemeindechef erklärte, der Landkreis weise die Asylbewerber nicht einfach zu, sondern miete angebotene Häuser an. Um welches es sich handelt, wollte Rast noch nicht sagen. Aber es müssen gewisse Anforderungen erfüllt werden: von der Küche bis zu mindestens sieben Quadratmeter Platz pro Person. Der Hauseigentümer müsse als Ansprechpartner vor Ort sein oder für Ansprechpartner sorgen.

Der Bürgermeister versprach, die Bürger rechtzeitig zu informieren und mit den Nachbarn zu sprechen. "Ich zähle auf eure Hilfsbereitschaft. Diese Menschen sind von zu Hause abgehauen, weil sie sonst erschossen worden wären. Wenn uns eine Rakete über dem Kopf hängt, würden wir auch davonlaufen", appellierte er.
Rast wird sich zunächst mit Helferkreisen aus den Nachbargemeinden in Verbindung setzen, um deren Erfahrungen zu hören.

Betreutes Wohnen in Igensdorf war ein Thema, über das die Bürger informiert werden wollten. Die Besitzerin des früheren Mauser-Hauses gegenüber der evangelischen St.-Georgs-Kirche möchte verkaufen. Seni Vita aus Gräfenberg hat nun Interesse bekundet, dort Appartements zu errichten und diese zu vermieten oder zu verkaufen, berichtete der Bürgermeister über die eingegangene Bauvoranfrage. "Die älteren Leute wollen keine ruhige Lage, wie es oft behauptet wird. Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten sind nicht weit weg. Warum das betreute Wohnen nicht um die Kirche herum ansiedeln?" Aber noch stünde man am Anfang. Da in unmittelbarer Nähe die Schwabach verlaufe, müsse mit den Behörden geklärt werden, wie weit der Überflutungsbereich gehe. Betreutes Wohnen wollte die Gemeinde schon lange anbieten. Angedacht war eine Einrichtung auf einem Grundstück gegenüber des Edeka-Marktes. Momentan scheitert dies an den Grundstücksverhandlungen.

"Kann Igensdorf einen eigenen Wanderweg ausweisen?", wollte ein Bürger wissen. Der Planetenweg beispielsweise sei ein Wanderweg, der aus privater Initiative angeregt worden war. Rast bat die Interessierten, darüber mit dem Wanderverein zu sprechen.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Der unbemerkte Rohrbruch ist am Ende doch noch gefunden und behoben worden. Bei dem versteckten Rohrbruch ging viel Wasser verloren, das einfach in den Bach lief. Eine Garage hatte auf die Rohrleitung gedrückt und zum Bruch der Leitung Stöckach - Weidenbühl geführt.