Seit vier Wochen steht der Kran, das Fundament ist gelegt: In der Äußeren Nürnberger Straße 36 wächst eine neue Wohnanlage, die ab August nächsten Jahres bezugsfertig sein soll.

Für das Bauherren-Duo Marc Großkopf und Florian Erlwein ist es eine Premiere: Die beiden 35-Jährigen stammen aus Langensendelbach; sie kennen sich seit der Schulzeit und träumen seit Jahren davon, ein größeres Bauprojekt in Angriff zu nehmen. Großkopf ist selbstständiger Elektromeister, Florian Erlwein ist Betriebswirt und kommt aus dem Baustoffhandel.

Einzelne Häuser haben sie beide schon gebaut, jetzt wagen sie sich mit ihrer Firma "GE Wohnbau" an das 4,3-Millionen-Euro-Projekt in der Äußeren Nürnberger Straße. "Seit April sind wir mit der Vorbereitung beschäftigt", erzählt Florian Erlwein.
Dank der unkomplizierten Zusammenarbeit mit dem Forchheimer Bauamt sei die Vorbereitungsphase reibungslos verlaufen, schwärmen die beiden.


Ersehnter Neuanfang

Auch auf Seiten der Stadt dürfte Begeisterung herrschen. Denn Bauamtschef Gerhard Zedler wartet schon seit 2013 auf die "städtebauliche Aufwertung" am südlichen Eingangstor der Stadt. Ursprünglich wollte hier die Kirchehrenbacher Firma Autarkhaus bauen. Doch nach einer betrügerischen Insolvenz der Firma lag das Vorhaben dann brach. Aus dem geplanten Projekt "Trubbachpark" wurde ein "Schandfleck" (CSU-Stadtrat Markus Schmidt).

Dank des Bauherren-Duos aus Langensendelbach ist nun der Neuanfang gemacht. Es entstehen 14 Wohnungen in zwei höhenversetzt gebauten dreigeschossigen Gebäuden. Das Haus Süd wird Gärten an der Trubbach haben. Die Anlage sei so geplant, dass die südlich ausgerichtete Bebauung "locker aussieht und nicht überladen wirkt", sagt Marc Großkopf. Die Bauherren haben sich für eine Bauweise mit "gefüllten Ziegelsteinen" entschieden. "Das ist atmungsaktiver", sagt Florian Erlwein, "wir sind keine Fans von Vollwärmeschutz".

Die Zwei- und Dreizimmerwohnungen liegen zehn Gehminuten vom Forchheimer Stadtzentrum entfernt; sie sind zwischen 75 und 124 Quadratmeter groß und für einen Kaufpreis ab 3000 Euro pro Quadratmeter zu haben. Über die Hälfte sei bereits verkauft, sagt Florian Erlwein. Die Käufer seien zur Hälfte Kapitalanleger und zur anderen Hälfte Nutzer.

"Wie muss ein Haus sein, damit wir uns selbst darin wohl fühlen?" Von dieser Frage hätten sie sich bei der Planung der Pultdach-Häuser leiten lassen, erzählt Marc Großkopf. Der Anspruch sei, hochwertige Ausstattung zu bieten, die sich nicht nur betuchte Interessenten leisten könnten.

Am kommenden Sonntag, 21. August, stellen die Bauherren Erlwein und Großkopf ihr Konzept zwischen 15 und 18 Uhr bei einer Info-Veranstaltung vor und beantworten die Fragen von Interessenten.