"Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehe ich" sagte Annamaria Kaag, die dem Gremium seit 1996 angehört und nicht mehr kandidierte. "Irgendwann wird es Zeit, den jüngeren Platz zu machen." Hildegard Mestel, die ebenso wie Hümmer und Zwanzger ihren Platz bereits nach einer Wahlperiode wieder räumte, will die Zeit, die sie hier verbracht hat, nicht missen. "Es machte großen Spaß, sich für die Gemeinde zu engagieren, und ich habe die Zeit dafür immer gerne aufgebracht", war ihr Fazit.
Zeitgründe waren es, die Zwanzger und Hümmer für ihr Ausscheiden anführten. "Eine interessante Arbeit mit vielen Entscheidungen, die nicht immer einfach waren", meinte Hümmer. "Aber es geht einfach nicht mehr - man kann nicht alles machen." Auch für Zwanzger hat der Tag nur 24 Stunden, und die reichen nicht für alles.
"Da ist es doch sinnvoller, ich mache den Platz frei für jemanden, der sich voll auf diese Arbeit konzentrieren kann."
Ortssprecher Röder, der seit 1990 dem Gemeinderat angehört - drei Perioden als Rat, eine als Ortssprecher - macht seinen Stuhl zwar mit Wehmut, aber dennoch gerne frei. "Mit Jürgen Hornischer hat Peppenhöchstädt/Rohensaas jetzt wieder einen eigenen Gemeinderat im Gremium. Da kann sich der Ortssprecher zurückziehen."
Bürgermeister Werner Stöcker (CSU) ließ in seiner Abschiedsrede die Zeit der gemeinsamen Arbeit noch einmal kurz Revue passieren und dankte allen für ihr Engagement. Mit einem fröhlichen gemeinsamen Abendessen im Rathaussaal hatte der "alte" Gemeinderat im Vorfeld der Sitzung den Abschied gefeiert. Ein "Bonbon" gab es im Anschluss noch: Der neugekaufte Schlepper für den gemeindlichen Bauhof wurde offiziell übergeben. Der Beschluss, dafür rund 50 000 Euro zu investieren, war noch gemeinsam gefasst worden. Nun konnten alle zusammen auch das Ergebnis in Empfang nehmen. Der alte Schlepper musste ausrangiert werden - auch er hat seine Arbeitszeit erfüllt.
In den Ruhestand verabschiedet wurde auch Bauhofmitarbeiter Erwin Kreiner. "Immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte - ob für Gemeinde oder Schulverband", dieses Lob zollte Stöcker im Namen aller und wünschte für die Zukunft eine ruhigere Zeit.