Wie ausführlich berichtet, war die A3 auf Höhe von Höchstadt am Dienstag, 5. April, für den Verkehr in Richtung Süden für fast 17 Stunden gesperrt, da bei einem schweren Lkw-Unfall 23.000 Flaschen mit Salatöl auf die Fahrbahn gekippt waren und sie in eine schlüpfrige Piste verwandelt hatten. Der Unfall hat nun ein Nachspiel für einige Autofahrer, die an dem Tag an der Unfallstelle vorbeifuhren, wie die Verkehrspolizei Erlangen mitteilt.
Auf der Gegenspur, auf der laut Verkehrspolizei es keine Behinderungen gab, staute sich der Verkehr dennoch auf eine Länge von weit über 10 Kilometern.
Grund dafür war die Schaulust zahlreicher Fahrzeugführer. Erschreckend war laut Polizei, dass es in vielen Fällen nicht beim "Schauen" blieb, sondern reihenweise Smartphones gezückt wurden, um die Einsatzstelle zu filmen.
Für sieben dieser Schaulustigen wird es nun ein teures Nachspiel geben. In einer kurzen Bergungspause hatten zwei Beamte der Erlanger Verkehrspolizei sich mit Block und Stift bewaffnet und Kennzeichen sowie Fahrerbeschreibungen notiert. Bei den Betroffenen handelte es sich querbeet um Männer und Frauen, die mit kleinen und großen Fahrzeugen unterwegs waren.



Der Verstoß der Handybenutzung im Straßenverkehr wird üblicherweise mit einer Geldbuße von 60 Euro geahndet. Aufgrund des offensichtlichen direkten Vorsatzes, mit denen die Aufnahmen getätigt wurden, wird der Bußgeldbetrag in diesem Fall allerdings verdoppelt.