"Ein musikalisches Dankeschön" an Landrat Eberhard Irlinger könnte man es nennen, das 36. Landkreisssingen am Samstagnachmittag in der evangelischen Kirche in Herzogenaurach. Drei Chöre und ein Posaunenchor zierten das gut 90-minütige Programm, welches durch die vier musikalischen Gruppen zu keiner Zeit Langeweile oder Ermüdung führte.

Zu Beginn gab der evangelische Posaunenchor Herzogenaurach unter der Leitung von Wilfried Schneider einige Stücke zum Besten. Deren Repertoire erstreckte sich von Musik alter und neuer Meister, Volksmusik, Spirituals und Musik der Unterhaltung.

In seiner Begrüßung ging Irlinger, der in seinen zwölf Jahren Amtszeit als Landrat viel für die Chöre und das Singen im Landkreis tat, auf die Landschaft von Chören ein, die es in ERH und darum herum gibt. Auf die Frage, warum er das tat: "Singen ist etwas wunderbares, was man vorwärts bringen muss, vor allem bei einer so herrlichen Landschaft von Chören und es müssen auch nicht immer nur Profi-Chöre sein."

Und die Hilfe Irlingers wissen die Chöre auch zu schätzen, bestätigt Norbert Mischke, Vorsitzender des Sängerkreises. "Die Liebe Irlingers zur Musik und seine unermüdliche Förderung des Singens waren eine wichtiges Merkmal in seiner Amtszeit und das kam auch dem Sängerkreis zugute." So hieß es zusätzlich im Programmzettel.

Die Herzo Singers

"Sie singen gerne, lieben internationale Choralmusik und möchten in Herzogenaurach Menschen andere Nationen kennenlernen?" Wer diese Frage mit Ja beantworten konnte, war bei der zweiten Gruppe richtig: den Herzo Singers. Unter der Leitung Gerald Fink sang der internationale Chor. Die Proben leitet Gerald Fink in deutscher - und auf internationaler Ebene - in englischer Sprache.

"Piccobella" - zu deutsch einwandfrei - sang der gleichnamige Chor unter Chorleiterin Eva Maria Noè, die selbst mitsang und gleichzeitig dirigierte. Der aus Heroldsbach stammende Chor bestand nicht immer als solcher. So hat sich aus dem eins gewerkschaftlich orientierten Frauenchor Erlangen das Ensemble "Piccobella" herauskristallisiert. Der an diesem Mittag zwölf Frauen starke Chor hat derzeit auch keinerlei Nachwuchsprobleme, heißt es in der Pressemitteilung der Veranstaltung.

50 Mitglieder hat der letzte und größte Chor des Nachmittags. "Mixtura Cantorum", gegründet 1992 von ehemaligen Mitgliedern des Jugendchores des Fränkischen Sängerbundes. Die 50 Singfreudigen haben es sich zur Aufgabe gemacht, hochwertige A-Capella-Musik aus allen Epochen einzustudieren und mit viel Freude vorzutragen. Der überregionale Chor hat im Jahr vier bis sechs Auftritte und war am Samstag das erste Mal zu Gast in ERH. Dabei kommt nur ein Chormitglied aus dem dem Landkreis Erlangen-Höchstadt - es ist halt ein weit zusammen gewürfelter Haufen. Aber das Singen verbindet die Menschen und treibt sie an, immer wieder weite Wegstrecken zurück zu legen. Denn nicht nur bei "Mixtura Cantorum" zeigt sich: Die Freude an der Musik und am gemeinsamen Singen verbindet die Menschen.