Florian Birkners Idee, mit dem Stammtisch "Eintracht Klappstuhl" Gutes zu tun und anderen zu helfen, lebt auch vier Jahre nach seinem Tod durch einen Arbeitsunfall weiter. Wie Markus Wirth, der derzeitige Vorsitzende des zum Verein gewordenen Stammtisches, erzählt, trafen sich die Mitglieder einmal monatlich zum gemütlichen Beisammensein, führte aber auch verschiedene Aktivitäten für einen guten Zweck durch. "Wir traten damals zusammen mit Florian in der Kinderklinik in Erlangen beim Sommerfest auf und auch bei Geburtstagen."

Nach Florians Unfalltod war dessen heute vierjährige Tochter Romy gerade drei Monate alt, und der Verein aus dem Adelsdorfer Ortsteil Neuhaus wollte Florians Engagement weiterführen. Man rief den Florian-Birkner-Cup ins Leben und unterstützte mit dem Erlös anfangs natürlich Florians kleine Tochter. Inzwischen wird auch für andere gute Zwecke gespendet.

Bei der vierten Auflage des Turniers am vergangenen Wochenende spielten auf dem TSV-Gelände in Neuhaus zwölf Freizeitmannschaften mit Namen wie Bauwagen Heppstädt, Mixed Cluster, FC Venus, FC Qualle für den Deutschen Kinderschutzbund, Kreisverband Erlangen.

Weit mehr als ein Gedenkturnier

Die Benefizaktion hat sich zu weit mehr als "nur" einem Gedenkturnier für Florian entwickelt. Nach dem Spielanstoß durch die kleine Romy dachten Gäste wie Spieler in einer Schweigeminute nicht nur an Flo, wie er allgemein genannt wurde, sondern an alle viel zu früh verstorbenen, jungen Neuhauser.

Aus Nandlstadt nahe Freising war die Wasserwacht-Freizeit-Mannschaft angereist. "Unser treues Mitglied Oliver Franze, ein gebürtiger Neuhauser, der in unserem Ort gewohnt und gearbeitet hat, ist letztes Jahr am 18. Juni an Krebs gestorben.", erklärte ein junger Wasserwachtler. "Deswegen sind wir nun schon zum zweiten Mal dabei - und das ist gut so."

Neben dem Fußballspiel standen noch ein Auftritt der Kindersportgruppe des TSV Neuhaus auf dem Programm, und eine Hip-Hop-Tanzgruppe läutete die Finalrunde ein. Ein Duft von Spanferkelbraten zog gegen Abend über den Platz, und die After-Soccer-Party lockte noch mehr junge Leute an.