Zittern um bedrohte Tierart in Franken - besorgniserregende Entdeckung nach Unwetter

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Erlangen-Höchstadt: Drama um bedrohte Fischadler - Einsatz nach Unwetter
Ein Fischadler-Jungtier sitzt im Nest.
Erlangen-Höchstadt: Drama um bedrohte Fischadler - Einsatz nach Unwetter
Greifvogelschutz Palmenhorst
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Oben begutachten die Altvögel genau, ob ihre Jungtiere in Gefahr geraten.
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Greifvogelschutz Palmenhorst; Collage: inFranken.de

Das schwere Unwetter vom 14. Juli hat das Nest einer vom Aussterben bedrohten Adlerart in Mittelfranken beschädigt. Tierschützer erlebten einen nervenaufreibenden Einsatz.

Auf großes Erstaunen und Freude folgte am Dienstagabend (14. Juli 2026) große Besorgnis. Zunächst wurde im Raum Erlangen-Höchstadt das Nest von vom Aussterben bedrohten Fischadlern mit drei Küken und zwei Altvögeln auf einem Strommast entdeckt. Die Bayernwerk Netz GmbH und Tierschützer zeigten sich erfreut.

Ein schweres Unwetter richtete jedoch am Dienstagabend (14. Juli 2026) vielerorts in Franken Schäden an. Auch das Fischadler-Nest war betroffen. In der Nacht erhielt der Greifvogelschutz Palmenhorst eine besorgte Meldung, dass Teile des Nestes zerstört wurden, berichtet der Verein in den sozialen Medien. "Da wir wussten, dass in den Nachbarorten der Hagel leider schon Jungstörche in ihren Nestern erschlagen hatte, zögerten wir keine Sekunde: Am Mittwochmorgen ging es im allerersten Tageslicht sofort los!", schreibt Vorstand Maria Auer.

"Geht es ihnen gut?": Adlerfamilie in Erlangen-Höchstadt durchlebt Unwetter

Vor Ort sei das Team mit Kamera, Wärmebildtechnik und Kletterausrüstung jedoch rasch an seine Grenzen gestoßen, wie es weiter heißt. "Ein Aufstieg war für uns viel zu gefährlich. Dass Teile des Nestes fehlten, war von unten deutlich zu sehen. Aber die brennende Frage war: Sind noch alle drei Jungtiere im Nest und geht es ihnen gut?" Um Klarheit zu gewinnen, sei der zweite Vorstand, Danilo Batz, auf einen benachbarten Telefonmasten gestiegen, während Auer die Naturschutzbehörde in Höchstadt informiert habe. Die Tierschützer hielten sich dabei weit genug vom Nest weg, sodass die Elterntiere ruhig blieben, erklärt Maria Auer inFranken.de auf Nachfrage.

Bei der Zusammenarbeit "zeigte sich wieder, wie wichtig ein starkes Netzwerk ist: Die Naturschutzbehörde reagierte sofort und kontaktierte direkt den Netzbetreiber", schildert sie den Ablauf im Netz. Kurze Zeit später sei ein Mitarbeiter des Netzbetreibers am Einsatzort eingetroffen - einen Experten, der das Team bereits bei früheren Beringungen unterstützt habe. Beim Einsatz seiner Drohne musste er schnell sein. Ein Altvogel griff laut Auer das Gerät an, doch es war rechtzeitig wieder am Boden. Die Auswertung der Drohnenbilder habe schließlich die "erlösende Nachricht" gebracht, führt die Tierschützerin fort. "Juhu, alle drei sind wohlauf! Selbst das dritte Junge, das Danilo vom Telefonmasten aus nicht sehen konnte, saß wohlauf und unversehrt im Nest."

Nach einer Überprüfung des Nestes stellte sich heraus: Es ist stabil genug, um den Jungvögeln in den letzten Tagen bis spätestens zum 28. Juli zum Ausfliegen Schutz zu gewähren. Maria Auer freut sich über den erleichternden Ausgang: "Das sind für uns die allerschönsten Einsätze: Wenn wir am Ende kein verletztes Tier einsammeln müssen, sondern die Natur einfach Natur sein lassen können - und die Jungvögel in Freiheit und ohne menschliches Eingreifen groß werden dürfen." Sie bedankt sich ausdrücklich für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung aller Beteiligten. "Kann es nicht bitte öfter so Hand in Hand laufen?" Nicht überlebt haben unterdessen vier Kälber, deren Bauernhof im Kreis Ansbach durch einen Blitzschlag Feuer fing. Nachbarn hatten versucht, alle Kühe zu retten. Weitere Nachrichten aus Erlangen-Höchstadt und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.

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