Nach Taschenraub: Verdächtiger will über Flughafen Nürnberg fliehen

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Erst gab es einen handfesten Streit, dann einen Raub und schließlich einen Fluchtversuch über den Nürnberger Flughafen. Doch dort setzte die Polizei der Sache dann ein Ende.

Am Freitagnachmittag (17. Juli 2026) raubte ein 56-jähriger Mann im Nürnberger Stadtteil Ziegelstein die Tasche eines 68-Jährigen und flüchtete anschließend mit dessen Wagen. So schildert die Polizei den Vorfall in einer Pressemitteilung. Beamte der Grenzpolizeiinspektion Flughafen konnten den flüchtigen Tatverdächtigen wenig später im Abflugterminal festnehmen.

Den weiteren Verlauf des Vorfalls beschreibt die Polizei wie folgt: Gegen 13.50 Uhr befanden sich die beiden Männer (beide türkische Staatsangehörige) gemeinsam im Auto des 68-Jährigen. Während der Fahrt gerieten die Beteiligten aus noch ungeklärter Ursache in einen Streit, weshalb der 68-jährige Fahrer das Fahrzeug in der Ziegelsteinstraße anhielt und die Fahrt beendete. Außerhalb des Wagens entwickelte sich in der Folge eine körperliche Auseinandersetzung.

Heiße Spur führt zum Nürnberger Flughafen

Im Verlauf dieser Rangelei schlug und würgte der 56-jährige Tatverdächtige den 68-Jährigen und entriss ihm gewaltsam eine mitgeführte Herrentasche. Der 68-Jährige wurde hierdurch leicht verletzt. Da sich in der geraubten Tasche der Fahrzeugschlüssel des Geschädigten befand, nutzte der Tatverdächtige die Gelegenheit und flüchtete mit dem Auto in zunächst unbekannte Richtung.

Im Rahmen der ersten polizeilichen Ermittlungen am Tatort durch Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost ergaben sich laut Polizei Hinweise darauf, dass der Tatverdächtige beabsichtigte, Deutschland über den Nürnberger Flughafen zu verlassen. Daraufhin eingeleitete Fahndungsmaßnahmen führten rasch zum Erfolg.

Beamte der Grenzpolizeiinspektion Flughafen konnten den Mann kurze Zeit später im Bereich des Abflugterminals antreffen und vorläufig festnehmen. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm im Anschluss die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte gegen den 56-Jährigen Haftantrag. Die weiteren Ermittlungen führt das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Vorschaubild: © Daniel Löb/dpa