10 000 Fahrzeuge täglich, darunter 600 Lastwagen auf einer nur 5,50 Meter breiten Straße - weil da nicht mehr viel Platz für Radler bleibt, wünscht sich die Gemeinde Hemhofen seit Jahren die Verlängerung des Radwegs und den Ausbau der Staatsstraße vom Ortsrand bis zur B 470. Am Montag wurde die ausgebaute Straße zumindest schon mal in eine Richtung für den Verkehr freigegeben.

Bis Anfang kommender Woche sollen Straße und Radweg komplett fertig sein, versicherte Uwe Zeuschel, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Bamberg. Die Maßnahme, die mit Erlangen-Höchstadt und Forchheim zwei Landkreise und zwei Regierungsbezirke berührte, wurde unter der Regie der Oberfranken durchgezogen.

Für Hemhofens Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) war die Freigabe "ein freudiger Anlass", setzt er sich doch schon seit Amtsantritt für diesen Ausbau ein. Weil das Geld vom Freistaat kommt, hatte Nagel auch die Landtagsabgeordneten Walter Nussel (CSU) und Thorsten Glauber (FW) eingeladen.

Verzögert habe sich das Projekt, da an der Kreis- und Bezirksgrenze einmal ein interkommunales Gewerbegebiet und ein Kreisverkehr angedacht waren. Das habe Hemhofen aber nicht gewollt, blickte Nagel zurück.


Fahrbahn jetzt 7,50 Meter breit

Für Uwe Zeuschel sei das Gefährdungspotenzial auf diesem etwa 800 Meter langen Teilstück so groß gewesen, dass man heuer mit dem Ausbau anfangen musste. Ein Geh- und Radweg sei hier absolut notwendig, ebenso die Verbreiterung der Fahrbahn von 5,50 auf 7,50 Meter.

Die neu ausgebaute Anbindung der Staatsstraße von Hemhofen zur B 470 sei eine wichtige Verbindung zwischen dem südlichen Oberfranken und dem nördlichen Mittelfranken, sagte Zeuschel. Auf der alten schmalen Straße habe es immer wieder gefährliche Situationen und auch Spiegelunfälle bei Lastwagen gegeben. Im Einmündungsbereich der Kreisstraße Richtung Poppendorf wurde auch eine Linksabbiegespur angelegt. Die Kosten für den Ausbau bezifferte Zeuschel auf 800 000 Euro, wovon der Landkreis Forchheim 110 000 übernimmt.

Freuen konnte sich Erlangen-Höchstadts Landrat Alexander Tritthart (CSU), "auch weil wir hier keinen Beitrag leisten".

Pfarrerin Heike Andrea Brunner-Wild und Pfarrer Thomas Ringer stellten die Straße unter den Schutz und Segen Gottes.