Offiziell eingeweiht wurde am Sonntag der Kinderkrippenanbau der Kindertagesstätte "Greuther Wichtel" in Vestenbergsgreuth. So hat jetzt eine zweite Gruppe von ganz Kleinen, die bisher provisorisch unter Zuhilfenahme der Turnhalle bei Spiel und Spaß betreut wurde, ihre richtige Bleibe gefunden. Je ein Gruppen-, Wickel- und Schlafraum, ein großes Foyer als Essbereich, ein Abstellraum und ein Personalzimmer machen die gemeinsame Zeit in der Krippe für die Jüngsten und für das ganze Team um KiTa-Leiterin Lisa Wedel noch angenehmer.

"Wir danken allen, die das möglich gemacht haben", sind sich die Erzieherinnen und Bürgermeister Helmut Lottes (Unabhängige Bürger) einig.
"Von Gemeinderat und Behörden mit schnellen Entschlüssen oder Genehmigungen bis zu den Eltern, die während des Anbaus soviel Geduld mit den damit verbundenen Einschränkungen hatten, haben alle bestens zusammengeholfen."

Rasch war alles geregelt

Innerhalb von eineinhalb Jahren vom ersten Gespräch über eine Erweiterung bis zur Einweihung am Sonntag wurde dann alles geregelt. Am 8.Oktober 2012 besprach der Gemeinderat die ersten Vorentwürfe von Architekt Erich Popp, der dann auch in derselben Sitzung noch beauftragt wurde. Förderungsanträge ergaben einen Fördersatz von 60 Prozent auf die förderbaren Projektteile.Das entsprach letztendlich einer Summe von 280 000 Euro. 600 000 Euro hat der Anbau letztendlich in etwa gekostet - etwas mehr als die veranschlagten 520 000 Euro, aber durchaus im Rahmen, wie Lottes betonte.

Einzug war schon vor drei Wochen

Vor drei Wochen erfolgte der Einzug - die Kleinen haben sich schon prächtig eingewöhnt. Nach dem offiziellen Teil der sonntäglichen Feier im Beisein von stellvertretendem Landrat Manfred Bachmayer (Bündnis 90/Die Grünen), MdB Stefan Müller (CSU), MdL Walter Nussel (CSU), Bezirksrätin Ute Salzner und anderen Ehrengästen wurden die Räume zur Besichtigung frei gegeben. Schnell waren sie von den größeren "Wichteln", den über Dreijährigen also, okkupiert.

Die Großen im Reich der Kleinen

Sonst sind ja immer die Kleinen dort - heute durften sie einmal hier herumtoben. Von den eigentlichen "Bewohnern" waren nur wenige anwesend - ihnen wäre die offizielle Veranstaltung wahrscheinlich zu langweilig geworden. Immerhin, der ein Jahr und zehn Monate alte Ferdinand wagte sich dazwischen - wenn auch etwas irritiert durch die vielen "Großen", die "seine Rutsche" benutzten.

Pfarrer Armin Ehresmann segnete die neue Einrichtung. Martin und Adolf Wedel überreichten dem Bürgermeister im Namen der Firma Martin Bauer je einen Scheck in Höhe von 50 000 Euro - für die laufenden Kosten und als Zeichen ihrer Verbundenheit mit den Belangen des Ortes.

24 Kinder unter drei Jahren finden jetzt insgesamt Platz bei den "Greuther Wichteln". "Theoretisch", so Leiterin Lisa Wedel, "können wir auch noch mehr aufnehmen. Wenn Eltern bereit sind, sich einen Platz zu teilen - also weniger Tage in Anspruch nehmen, als angeboten, dann können noch mehr Kinder kommen. Die Gruppengröße an sich wird allerdings zwölf Kinder nie überschreiten."