Etwas mehr als eine Stunde Musik und Texte zum Zuhören und Mitsingen begeisterten am ersten Weihnachtsfeiertag die Besucher in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena. Das Weihnachtskonzert des Jugendchores der Pfarrei St. Maria Magdalena stellte heuer den Höhepunkt der Gottesdienste an den Feiertagen dar. Als Gäste hatte Organist Toni Rotter am ersten Weihnachtsfeiertag die Männerstimmen der Chorknaben mit sieben Stimmen im Tenor und sechs im Bass gewinnen können. Gemeinsam mit diesen gestaltete der Chor ein ansprechendes Weihnachtskonzert.

Der gut besuchte Kirchenraum und der lang anhaltende Applaus am Schluss sind als Indiz für die gelungene Aufführung zu werten. Die Verbindung mit den Ereignissen im Heiligen Land schaffen auch in unserer heutigen Zeit die Schriften des Neuen Testamentes. Eingebettet in das Weihnachtsevangelium des Evangelisten Lukas, das Johannesevangelium und die Verheißungen von Jesaia an das Volk Israel wurde den Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Unterstützt wurden die Choristen von Toni Rotter am E-Piano. Ein Höhepunkt des Abends war "Hodie Christus natus est" von Jürgen Golle, dargebracht von Eva Körner (Sopran). Scheinbar mühelos erreichte Eva Körner die hohen Partien mit Bravour. Sie ist ein Eigengewächs der Rotter-Chöre und singt immer noch im Sopran I mit. Aber auch darüber hinaus hatte Rotter mit 36 Mädchenstimmen ein umfangreiches Programm erarbeitet, das größte Hochachtung verdient.

Den Beginn machte "Maria durch ein Dornwald ging" von Wolfgang Buchberger, das die Chorknaben gefühlvoll sangen, genauso wie "Ihr Kinderlein kommet". Danach folgten unter anderem "Es wird scho glei dumpa" und ein paar modernere Stücke.

Heimatliche Klänge

Mit drei fränkischen Weihnachtsliedern "O freudenreicher Tag", "O Jesu mein, du Gottes Sohn" und "Inmitten der Nacht" zauberten die Sänger heimische Stimmung in die Kirche. Der Jugendchor konnte mit den Liedern "Ihr Kinderlein kommet", "Kling Glöckchen" und "Lieb Nachtigall" im Satz von Toni Rotter ebenfalls brillieren.

Das Publikum wurde bei den Liedern "O du fröhliche" und "Stille Nacht" in die Darbietung mit einbezogen. Dadurch ergab sich ein Wechselgesang zwischen dem Chor und den Zuhörern. Wie schon in den Jahren zuvor gelang es Rotter durch die Förderung einzelner Protagonistinnen und ihren gezielten Einsatz für Solistenpartien, die Darbietung abwechslungsreich zu gestalten. So konnten die Solistinnen ihre Stimmsicherheit beweisen. Der Auszug der Sängerinnen und Sänger im verdunkelten Kirchenraum wurde mit Kerzen, die jeder trug, und dem Lied "Shine your light" effektvoll in Szene gesetzt.

Mit der Zusammenstellung und die Präsentation des Programmes gelang es Rotter wiederum, der Bezeichnung "Weihnachtskonzert" eine eigene Note zu verleihen. Durch ihre Spenden nach dem Abschluss konnten die Besucher nicht nur ihre Akzeptanz für das Konzert kundtun, sondern auch die Arbeit der Kantorei unterstützen.