Die Sanierung der Toiletten in den Schulhäusern von Mühlhausen und Wachenroth wird vermutlich ein Wettlauf mit der Zeit. In den großen Ferien sollen die Baumaßnahmen ausgeführt werden.

Architekt Fritz Wiesneth wies in der Versammlung des Schulverbands auf die vollen Auftragsbücher der Unternehmen hin, ist aber dennoch guten Mutes, Handwerker zu bekommen. Sein Ziel sei es, alle Arbeiten während der großen Ferien zu erledigen, betonte Wiesneth.

Ganz sicher ist jedoch nicht, dass dies auch gelingt. Da es sich bei den Gewerken um relativ kleine Auftragssummen handelt, setzt Wiesneth vor allem auf Firmen aus der Region. Bei diesen Summen hätte er auch "freihändig" vergeben können, meinte Wiesneth. Er habe aber alle Arbeiten ausgeschrieben.

Dabei werden mit der Sanierung der Toiletten auch gleich die im Sanierungsbereich nötigen Brandschutzarbeiten ausgeführt. Die Kostenschätzung des Architekten liegt bei 330 000 Euro.

In der Sitzung wurde der Vorsitzende des Schulverbands ermächtigt, die Aufträge an den jeweils wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Das Ausschreibungsergebnis muss jedoch im Rahmen der Kostenschätzung von 330 000 Euro liegen und darf diese bis maximal zwanzig Prozent übersteigen.


Barrierefreiheit ist das Ziel

Geprüft hat der Architekt auch die möglichen Standorte für einen Aufzug, mit dem das Schulhaus Mühlhausen barrierefrei werden soll. Er plädierte für den zweiten Lichthof, da diese Variante wesentlich kostengünstiger sei als im ersten Lichthof.

Die Ausschreibung der Arbeiten für den Aufzug soll möglichst im Herbst/Winter, die Ausführung im nächsten Frühjahr erfolgen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 482 000 Euro. An Zuwendung werden knapp 250 000 Euro erwartet.

Bürgermeister Klaus Faatz, der für den verhinderten Vorsitzenden Friedrich Gleitsmann die Versammlung leitete, wollte wissen, ob die Arbeiten "Unterrichtsbegleitend" durchgeführt werden können. Nach den Worten des Architekten "müssen die Weichen bereits zuvor gestellt sein". Den Schulbetrieb störende Arbeiten müssten in den Ferien stattfinden. Den konkreten Bauzeitplan will der Architekt im August vorlegen.


"Uralte Rollos"

Rektorin Gudrun Boss hatte ein Anliegen, das insbesondere bei der momentanen großen Hitze nachvollziehbar ist. Die Schule habe "uralte Rollos", die immer wieder kaputt gingen, berichtete Boss. Einige seien bereits repariert worden. Weil immer ein Gerüst aufgestellt werden müsse, seien die Reparaturen kostspielig. Die Schulleiterin schlug daher vor, alle Rollos auf einmal auszuwechseln. Drei Angebote von Fachfirmen hatte die Schulleiterin bereits vorliegen.

Aus der Versammlung kamen jedoch Bedenken: "Wir haben ein 47 Jahre altes Gebäude", betonte Versammlungsleiter Faatz. In den nächsten Jahren sei eine Generalsanierung unvermeidlich. Vergebe man die Rollos bereits jetzt, sei der Austausch nicht auf die Sanierungskosten anzurechnen. Es sei auch möglich, dass die ausgewechselten Rollos sich nicht in die künftigen Sanierungselemente einfügen lassen.

Pommersfeldens Bürgermeister Hans Beck hielt es für sinnvoll, dass sich ein Fachmann der Sache annimmt. Der anwesende Architekt Wiesneth wurde beauftragt, sich um die Rollos zu kümmern. In der nächsten Sitzung soll das Ergebnis der Prüfung vorgestellt werden.