Es ging nicht anders. Um den Kran auf die Baustelle für die Krankenhaus-Erweiterung zu bringen, musste am Freitag die Spitalstraße für mehrere Stunden gesperrt werden. Obwohl diese nach Sperrung der Aischbrücke eine Hauptverkehrsader in Höchstadt ist, blieb das Verkehrschaos aus.

Mit professioneller Routine machten sich die Spezialisten vor Ort an die Arbeit. Den Kran der Amberger Firma, die am Krankenhaus bauen wird, setzte ein Unternehmen aus Dachau an seinen Platz im Innenhof. Weil es um die Baustelle zu eng war, wurden die Einzelteile des Krans über Spitalkirche und Gesundheitszentrum gehoben. "Für uns nichts Außergewöhnliches", verrieten die Arbeiter dem FT. Einzige Herausforderung war, dass der Mann im Autokran sein Ziel hinter dem Gebäudekomplex nicht einsehen konnte und nach Anweisungen über Funk steuern musste.


Neue Intensivstation

Der Kran wird für einen Neubau im Innenhof gebraucht. Im Keller werden hier Labor und Materiallager untergebracht, sagt Verwaltungschef Albert Prickarz. Im Erdgeschoss eine neue Intensivstation mit sechs Plätzen und drei weiteren für Patienten, die stärker überwacht werden müssen. Auch die Endoskopie - ein Spezialgebiet des neuen Inneren-Chefarztes - findet auf den 970 Quadratmetern des Neubaus Platz.

Ein Teil der Gesamtinvestitionen von 18 Millionen Euro fließt in die Umgestaltung und Verschönerung des Empfangsbereichs. Dafür wird der jetzige Haupteingang ab Mitte Januar nur noch eingeschränkt und später gar nicht mehr nutzbar sein, kündigt Prickarz an. Man gelangt dann über die Notaufnahme oder das Gesundheitszentrum ins Krankenhaus.

Im Vorgarten entsteht neu ein Veranstaltungsraum mit Terrasse, der tagsüber als Cafeteria genutzt werden kann. Die Palliativstation wird erweitert und eine Privatstation eingerichtet.