"Das Feuer Gottes, den heiligen Geist" haben sie empfangen. Nach den Worten von Weihbischof Herwig Gössl soll dieses Feuer in den jungen Menschen brennen und ihnen Kraft für ihr künftiges Leben geben. 47 Jugendlichen aus Höchstadt, Gremsdorf, Sterpersdorf und Uehlfeld spendete der Bamberger Weihbischof das Sakrament der Firmung. "Feuer und Flamme für Gott" stand als Losung über dem Firmgottesdienst.

Zusammen mit dem Weihbischof feierten Dekan Kilian Kemmer und Pater Binu James in der Kirche von Zentbechhofen, da die Höchstadter Pfarrkirche derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen ist. Es wurde - wie Dekan Kemmer es sich eingangs wünschte - "ein lebendiger Gottesdienst". Nicht zuletzt deshalb, weil der Weihbischof auf die Jugendlichen und ihre Sprache einging.


Die Coolness des heiligen Geistes

In seiner Predigt sprach er von "der Coolness des heiligen Geistes" und dass der Geist Gottes helfe, selbst cool zu bleiben. In einer Zeit, in der viele sich die Köpfe heiß redeten, in der Angst verbreitet werde und Geschäfte mit der Angst gemacht würden, werde dieser Geist, der Kühlung bringt, mehr denn je gebraucht. Er werde die jungen Menschen stärken und ihnen helfen, erwachsen zu werden. Als erwachsene Christen sollten sie in der Welt leben und wirken.

Mit Handauflegung, Kreuzzeichen und den Worten "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes den heiligen Geist", spendete der Weihbischof den jungen Christen das Sakrament. Auch den Jugendlichen, die durch die Firmung zu mündigen Christen werden sollen, kamen bei der Feier Aufgaben zu: Sie hießen den hohen Gast willkommen, trugen die Fürbitten vor und brachten ihm ihr Geldopfer für die Diaspora.

Der Chor der Ritter-von-Spix-Schule unter der Leitung von Michael Ulbrich und das Orgelspiel von Dr. Reinhard Döring erfüllten das Gotteshaus mit festlichem Klang. Festlich in der Farbe des Feuers waren auch die roten Messgewänder der Geistlichen. Das des Weihbischofs zierten Feuerzungen und eine Taube als Symbol des heiligen Geistes.


"Wer glaubt ist nie allein"

Zum Ende des Gottesdienstes hatte Dekan Kemmer eine ernste Mahnung für Eltern und Paten der Firmlinge: Sie sollten ihren Kindern das große Gut des Glaubens nicht vorenthalten. "Wer glaubt ist nie allein" hatte zuvor die Gemeinde gesungen. In einer solchen Feier sei zu spüren, wie schön es ist, nicht allein, sondern Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, sagte Kemmer

. Der Pfarrei Sankt Leonhard und ihrem Pfarrer Stefan Pröckl dankte der Dekan für die Möglichkeit, in dieser großen Kirche zu feiern. "Wir sind alle gut untergekommen!" Auch allen, die bei der Firmvorbereitung mitgeholfen hatten, galt der Dank des Dekans. Nach dem Gottesdienst war beim Stehempfang im Pfarrhof die Begegnung mit den Weihbischof möglich.