Erlanger Bürger haben für Stadt-Umland-Bahn gestimmt - so geht es jetzt weiter

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Nachdem in Erlangen für die Verlängerung der Nürnberger Straßenbahn gestimmt wurde, werden die nächsten Schritte in der Planung der Bauphasen in Angriff genommen.

52,4 Prozent der Erlanger Bürgerinnen und Bürger haben sich am 9. Juni dafür ausgesprochen, dass die Verlängerung der Nürnberger Straßenbahn (Stadt-Umland-Bahn - StUB) durch die Erlanger Innenstadt bis zum Bahnhof und weiter nach Herzogenaurach auf Basis der vorliegenden Planungen gebaut wird, wie die Stadt Erlangen in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Parallel zur Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens, in dem die Regierung von Mittelfranken die vertieften Planungen zur StUB prüfen und genehmigen muss, schaffen die beteiligten Kommunen auch die rechtlichen Grundlagen für den Übergang in die Bauphase.

In diesem Zuge hat der Erlanger Stadtrat mit breiter Mehrheit auch einer Änderung der Verwaltungsvereinbarung des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn zugestimmt. Gab die Vereinbarung bis zum Beginn der Bauphase die Möglichkeit zum Austritt eines Verbandsmitglieds, verpflichten sich die Vertragsparteien nun, einem Austritt nicht mehr zuzustimmen. Auch die Stadtratsgremien in Nürnberg und Herzogenaurach müssen der geänderten Vereinbarung zustimmen, damit diese in Kraft treten kann.

„In Erlangen haben sich die Bürger*innen in Bürgerentscheiden zweimal klar für dieses Projekt ausgesprochen, in Herzogenaurach und Nürnberg wird das Projekt in den Stadträten von einer breiten Mehrheit getragen. Für alle beteiligten Kommunen aber auch für die Institutionen und Unternehmen entlang der Strecke ist es wichtig, dass nach diesem klaren Votum Planungssicherheit geschaffen wird. Wir treten jetzt in eine Phase des Projekts ein, bei dem der Ausstieg eines der Partner große finanzielle Verluste zur Folge hätte“, erklärt Oberbürgermeister Florian Janik, zugleich Vorsitzender des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn diesen Schritt.

„Auch bei den nächsten Schritten bleiben Dialog, konstruktives Miteinander und Transparenz unsere Richtschnur“, so Janik weiter. Ganz konkret hat sich der Erlanger Stadtrat umfassend mit den Forderungen der IHK zur Stadt-Umland-Bahn auseinandergesetzt und einen „5-Punkte-Plan für ein gutes Zusammenspiel zwischen StUB und Wirtschaft“ verabschiedet. Darin wird unter anderem eine umfassende Einbindung der Wirtschaft in die weiteren Planungsschritte und eine enge Abstimmung in der Bauphase zugesagt.

Die Erreichbarkeit der Innenstadt mit ihren Gewerbebetrieben für Kunden, Mitarbeitende, Lieferanten und Handwerksbetriebe ist von großer Bedeutung – sowohl in der Bau- als auch in der Betriebsphase der StUB. Der Zeitplan für Planung und Bau sieht vor, dass die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren ab 2025 eingereicht werden. Ab Mitte 2028 soll mit dem Bau der Strecke an der Nürnberger Haltestelle „Am Wegfeld“ begonnen werden. Ab 2031 soll die StUB-Strecke dann sukzessive in Betrieb genommen werden.

Vorschaubild: © Claus Hirche/ZV StUB/dpa