Die Satirepartei "Die Partei" hat bekanntgegeben, zur Oberbürgermeisterwahl in Erlangen im kommenden Jahr (2020) einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin aufzustellen.

In Erlangen errang die Partei bei der Europawahl am 26. Mai das bayernweit beste Ergebnis. 3,8 Prozent stimmten in der Universitätsstadt, in der die Grünen stärkste Kraft wurden, für die Satirepartei.

"Dies ist mitunter auf den sehr guten Wahlkampf des Kreisverbandes Erlangen zurückzuführen.", berichtet Martin Weidenfeller, 1. Vorsitzender der "Partei" in Erlangen. Weiter erklärte er: "Unter dem Wahlspruch >>Die Macht Erlangen<< haben die Wahlkämpfenden in den Tagen vor der Wahl alles gegeben, um noch mehr Leute davon abzuhalten, Spaßparteien wie die FDP, die RassistInnen der AfD oder ZukunftszerstörrerInnen aus SPD und CDu/CSu ins Europaparlament zu wählen."

In Würzburg und Bamberg stimmten beinahe ebenso viele Menschen für die Partei - jeweils 3,7 Prozent errang sie hier.

In ganz Deutschland erreichte "Die Partei" 2,4 Prozent und entsendet damit zwei Abgeordnete nach Straßburg: Martin Sonneborn und Nico Semsrott. Die dritte auf der Liste, Lisa Bombe, verpasste den Einzug ins EU-Parlament nur knapp. Bei den Wählern unter 30 bekam die Partei sogar 8 Prozent.

Noch ist laut der "Partei" noch nicht bekannt, wer für das OB-Amt kandidieren wird. Das werde sich in den kommenden Wochen entscheiden.

Die "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" wurde 2004 von Redakteuren der Satire-Zeitschrift "Titanic" gegründet. Vorsitzender ist der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift, Martin Sonneborn. Dieser sitzt auch bereits seit 2014 im Europaparlament.