Keine Corona-Lockerungen im Landkreis Erlangen-Höchstadt: Staatsministerium und Regierung erteilen Landratsamt Absage. Die vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt vorgelegte Allgemeinverfügung für Lockerungsmaßnahmen wird nicht gebilligt, berichtet das Landratsamt. Dies habe das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag (23. Februar 2021) über die Regierung von Mittelfranken mitgeteilt.

Am vergangenen Freitag lag die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Erlangen-Höchstadt laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei einem Wert von 19,7. Aus diesem Grund hatte Landrat Alexander Tritthart (CSU) einen Entwurf einer Allgemeinverfügung für Lockerungsmaßnahmen auf der Grundlage des § 26 der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung veranlasst und zur Prüfung bei der Regierung von Mittelfranken vorgelegt.

Verfügung abgelehnt: Keine Lockerungen für Friseure und Co.

Der Entwurf sah nach Angaben des Landratsamts Erlangen-Höchstadt maßvolle Lockerungsmaßnahmen bei Betriebsarten wie Friseuren, Fußpflege und Versicherungsdienstleistern vor, bei denen auszugehen sei, dass es bei ausreichenden Schutzmaßnahmen zu keiner wesentlichen Erhöhung des Inzidenzwertes komme. "Der Regierung von Mittelfranken ist die Erteilung des gemäß § 26 der 11. BayIfSMV erforderlichen Einvernehmens nicht möglich", berichtet das Landratsamt.

Als Begründung werde ausgeführt, dass trotz der niedrigen 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Erlangen-Höchstadt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Lockerungen erfolgen sollten. Aufgrund der Ausbreitung von besorgniserregenden Virusvarianten auch in Bayern, namentlich auch im Regierungsbezirk Mittelfranken, sollten die bisherigen Erfolge nicht vorzeitig verspielt, sondern die weitere Entwicklung auch im Hinblick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März zunächst genauestens beobachtet werden. Der Ministerpräsident habe im Übrigen bereits Lockerungen angekündigt, die abgewartet werden sollten.

"Ich bedauere sehr, dass wir kein Einvernehmen erhalten haben. Ich hätte mich wirklich sehr für die in dem Entwurf eingegrenzten Betriebe gefreut,“ sagt Landrat Alexander Tritthart über die Entscheidung aus Ansbach. Dennoch will er diese natürlich akzeptieren. Gemeinsam mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz und dem Staatlichen Gesundheitsamt Erlangen will er das Thema weiter aufmerksam verfolgen. Er appelliert eindringlich an Bürger, sich an die geltenden Regeln zu halten.

Was sich bereits angedeutet hatte, ist nun Gewissheit: Die Bergkirchweih in Erlangen findet auch in diesem Jahr nicht statt. Grund ist die Corona-Pandemie.