"Region nachhaltig geprägt": Fränkischer Landkreis trauert um langjährigen Landrat

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Erlangen-Höchstadt: Altlandrat Eberhard Irlinger tot - "große Trauer"
Archivbild des Landratsamts Erlangen-Höchstadt. Von 2002 bis 2014 fungierte Eberhard Irlinger als Landrat.
Landratsamt Erlangen-Höchstadt
Christian Bauriedel (Archivbild)

Jahrzehntelang hat er die Politik im Landkreis Erlangen-Höchstadt mitgeprägt. Nun müssen seine Weggefährten von ihm Abschied nehmen.

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt trauert um Altlandrat Eberhard Irlinger. Der langjährige Land- und Kreistagsabgeordnete ist am Montag (27. April 2026) im Alter von 80 Jahren verstorben. 

Für seine Verdienste um die Region war Irlinger 2022 mit dem Ehrenzeichen des Landkreises Erlangen-Höchstadt ausgezeichnet worden. Jetzt nehmen seine Weggefährten Abschied. 

Trauer im Landkreis Erlangen-Höchstadt: Altlandrat Eberhard Irlinger verstorben

"Eberhard hat für viele Jahrzehnte die Politik der SPD im Landkreis geprägt, als Kreisrat, als Stadtrat in Höchstadt, als SPD-Kreisvorsitzender, als Landtagsabgeordneter und bis 2020 als Landrat", teilt die SPD Erlangen-Höchstadt über die sozialen Medien mit. "In all dieser Zeit waren für ihn stets der soziale Ausgleich und das kulturelle Leben in unserem Landkreis von höchster Bedeutung", heißt es weiter. Man werde ihn stets in Erinnerung behalten. Auch die SPD Adelsdorf gedenkt ihres langjährigen Mitglieds.

"Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Eberhard Irlinger, der im Alter von 80 Jahren verstorben ist", schreiben die Sozialdemokraten in einem Social-Media-Beitrag. Irlinger sei bis zu seinem Tod "fest mit der SPD Adelsdorf verbunden" gewesen. Noch im vergangenen Jahr habe Ortsvereinsvorsitzender Norbert Lamm ihn "für beeindruckende 55 Jahre Mitgliedschaft" geehrt und ihm persönlich zu seinem 80. Geburtstag gratuliert.

Als Abgeordneter im Bayerischen Landtag (1990-2002) sowie als Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt (2002-2014) habe Irlinger "die Region nachhaltig geprägt". Besonders im Bereich Bildung habe er seine Fachkompetenz einbringen können. Seine politische Arbeit sei "stets von Leidenschaft, Sachlichkeit und Respekt gegenüber anderen geprägt" gewesen. Mit seinem Tod verliere man "einen engagierten Sozialdemokraten und einen geschätzten Menschen". Das Mitgefühl gelte Irlingers Familie und allen Angehörigen.

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