Ein Klettergerüst, ein Turm mit Rutsche, ein Schweinchen zum Reiten, eine Wippe und eine Schaukel. Alles natürlich in Holz gestaltet und umgeben von einem herrlich großen Sandkasten. Die mehr als 20 Kinder im Schlüsselfelder Ortsteil Eckersbach sind zu beneiden.

An Mariä Himmelfahrt, dem Patronatsfest der kleinen Dorfkirche, wurde der neu gestaltete Garten der ehemaligen Schule mit der Segnung seiner Bestimmung übergeben.


Der ganze Ort war auf den Beinen


Als Geo Sturm mit seiner Blaskapelle zum Eröffnungslied ansetzte, war der ganze Ort auf den Beinen. Etwa 120 Einwohner zählt Eckersbach. Es sei eines der wenigen Dörfer, die sogar noch einen Priester vor Ort haben, sagte Bürgermeister Johannes Krapp beim Festakt.

Pater Gabriel Ramos Valiente wohnt in dem alten Eckersbacher Schulgebäude. Genutzt wird das historische Gebäude auch als Dorfgemeinschaftshaus. Zusammen mit dem Schulgarten bilden Kirche, alte Schule und Feuerwehr ein schönes Ensemble in der Dorfmitte.


"Kinder brauchen mehr als Nahrung und ein Dach über dem Kopf"


Die Attraktivität der Dörfer und ihrer Ortsmitten sei ihm sehr wichtig, betonte Bürgermeister Krapp. "Sie sollen so aussehen, dass die Menschen gerne hier wohnen und auch Neubürger zuziehen."
"Zu einer gesunden Entwicklung brauchen Kinder mehr als Nahrung und ein Dach über dem Kopf", sagte Pater Gabriel Ramos bei der Segnung. Kinder müssten spielen, Bewegung haben, die Natur entdecken, in die Gemeinschaft hineinwachsen, Freundschaften schließen und ihre Grenzen erkennen. Dieser Ort werde den kindlichen Bedürfnissen gerecht.

Als 2015 die Planungen begannen wurde, wurde die Anlage auf 114 682 Euro veranschlagt. Die Ausführung war eine Punktlandung: Die Kosten lagen sogar 300 Euro unter der Schätzung. In der lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Südlicher Steigerwald" habe die Stadt einen starken Partner an der Seite gehabt, freute sich Bürgermeister Krapp.


60 Prozent Förderung


Altbürgermeister Georg Zipfel, Vorsitzender der LAG, freute sich über die gelungene Umgestaltung. Aus dem europäischen Topf könne die Stadt mit einer Förderung von knapp 60 Prozent rechnen.
Hans Wagner, Stadtrat aus Eckersbach dankte im Namen aller Bewohner für den attraktiven Platz. Er sei zudem noch groß genug, um darauf Feste zu feiern.
Die neu gepflanzten Bäume und die Eingrünung müssten noch wachsen, um Schatten zu spenden, sagte Paul Böhmer vom Planungsbüro JOMA. Anfang des Jahres hätten die Arbeiten begonnen. Um eine ebenere Fläche zu erhalten, sei das Gelände um etwa einen halben Meter aufgefüllt worden.