Sechs Tage lang herrschte in der Marktgemeinde Burghaslach oder "Hosla", wie die Einheimischen ihren Ort liebevoll nennen, buntes Kirchweihtreiben. Die Schlachtschüssel und leckere Kerwaspezialitäten in den Gaststätten machten den Anfang. Am Freitagabend durfte in der Turnhalle getanzt werden und von 17 Uhr bis 18 Uhr lud die Nostalgiestunde bei den Fahrgeschäften mit einem Sonderpreis ein: jede Fahrt ein Euro!
Am Samstag trafen kurz nach 14 Uhr die 70 Kerwasburschen und -madli mit dem 27,5 Meter langen und schön geschmückten Baum am Festplatz vor der Kirche ein, musikalisch angeführt von der Kapelle Drei-Franken-Eck.


Zwei Fässer Bier geben Energie

Die Logenplätze für die Zuschauer waren schon alle besetzt und die massive Baumhalterung war vorbereitet.
Fast schien es, als sei der Baumstamm zu dick für die Halterung, aber mithilfe des schwersten oder besser größten Kerwasburschen gelang es dann doch, die Fichte in die Halterung zu zwingen.
In einer Stemmpause begrüßte Bürgermeister Armin Luther (CSU/FWG) die vielen Zuschauer, bedankte sich bei den Burschen und Madli für die straffe Organisation und das Rahmenprogramm, den großen Einsatz und besonders bei den Madli für das Schmücken des Festzeltes und des Baumes. "Die zahlreichen Vorbereitungen sowie auch die Bewirtung im Festzelt werden von den Vereinen und Privatpersonen übernommen und dadurch wird der Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt bei uns gestärkt", freute sich Luther und wünschte allen eine schöne, friedliche Kerwa. Sein besonderer Dank ging aber noch an Annemarie Twardzik und Roland Brater für die perfekte Gesamtorganisation, bevor er das erste der zwei bereit liegenden Fässer, assistiert vom Brauereichef Georg Hofmann, anzapfte.
Endlich floss das goldene Nass in die Krüge, und die Burschen, allen voran die beiden Baumcapos Martin Albert und Markus Ziegler, hatten wieder die nötige Energie, unter den Klängen der Frankenhymne den großen Baum aufzustellen. Mit dem traditionellen Feuerwerk am Montagabend endete die Kerwa.