Beim bekannten TV-Format "Die Höhle der Löwen" waren fünf fränkische Abiturienten zu Gast. Mit ihrem Unternehmen beeindruckten die jungen Männer die Investoren.
In der seit 2014 ausgestrahlten VOX-Unterhaltungsshow "Die Höhle der Löwen" präsentieren Gründer ihre Start-up-Ideen vor einer Gruppe von Unternehmern, den sogenannten "Löwen". Ziel ist es dabei, eine Investition für das eigene Unternehmen zu gewinnen. In der jüngsten Sendung vom Montag (21. September 2026) waren unter anderem fünf junge Abiturienten aus Franken zu Gast.
Die 19- bis 20-jährigen Erlanger präsentierten den Löwen ihr Start-up "Compact Greens", ein voll automatisiertes Pflanzensystem. Die Idee sorgte so sehr "für Begeisterung bei den Investoren", dass sie die Männer sogar Platz auf ihren Löwensesseln nehmen ließen, wie RTL in einer Pressemeldung berichtet. Auch ein Bamberger Start-up nahm 2026 bereits mit ihrem "Boller Battle" an der Sendung teil. Dabei handelte es sich um einen ausleihbaren Bollerwagen, der einen integrierten Kühlschrank und verschiedene Mini-Spiele beinhaltet.
"Finde das bombastisch": Junges Team aus Erlangen überzeugt bei "Höhle der Löwen"
Die Compact-Greens-Walls verwandeln die heimische Wand in einen vertikalen Garten, so der Fernsehsender. Demnach können darin etwa Kräuter, Salate, Tomaten, Chilis oder Erdbeeren wachsen. Das System werde per App gesteuert und versorge die Pflanzen automatisch mit der nötigen Menge Wasser und Licht. Gegenüber den Löwen erklärten die fünf, dass sie die zweijährige Testphase ihres Produkts abgeschlossen und bereits über 170 Kaufanfragen gesammelt haben. Die Höhle der Löwen sei für sie der nächste Schritt gewesen.
"Ich finde das bombastisch", wird Tech-Unternehmer Frank Thelen in der Meldung zitiert. "Dafür sitze ich hier. Was ihr heute präsentiert, ist auf einem enormen Niveau", führt er weiter aus. Auch Carsten Maschmeyer zeigte sich überwältigt von der Idee. "Wenn das alles erfolgreich wird, seid ihr vielleicht in zehn Jahren die Löwen", lobt er das Gründerteam. Daraufhin bot der 67-Jährige den Erlangern ihre geforderten 180.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile an.
Die fränkische Unternehmerin Dagmar Wöhrl stieg zu denselben Konditionen ein. Nach einiger Beratung fiel die Entscheidung der Jungunternehmer auf Letztere, womit sie sich eine Partnerin direkt aus der Region sicherten. Die Nürnbergerin erlitt vor 25 Jahren einen schweren Schicksalsschlag. Ihr Sohn starb im Alter von 12 Jahren, als er vom Dach des Elternhauses stürzte. Seitdem erinnert Wöhrl jährlich an ihr Kind.