Für die Rentner, die jeden Morgen auf der alten Höchstadter Aischbrücke stehen, wird es von Tag zu Tag interessanter. Der "neuen" Aischbrücke nebenan geht es jetzt an die Substanz.

Inzwischen ist nicht mehr zu übersehen, warum die Brücke komplett gesperrt ist. Die Asphaltschicht ist schon länger abgefräst. Nun werden die "Kappen", die auf beiden Seiten angebrachten Gehsteige, mit einer Diamant-Trennscheibe regelrecht herausgeschnitten und samt Geländer stückweise entsorgt.

Den Abriss der Aischbrücke erledigt die Firma Plannerer aus Pullenreuth in der Oberpfalz. Auch wenn die Experten schon viel größere Brücken verschwinden ließen, hat für sie auch die Höchstadter Aischbrücke ihren Reiz. "Sehr aufwendig", sagt einer der Arbeiter und begründet dies auch mit der stählernen Unterkonstruktion, die unter die Brücke gebaut werden muss.
Dieses Zwischengerüst soll verhindern, dass beim Abriss Betonteile in die Aisch fallen. Eine Auflage des Wasserwirtschaftsamtes, sagt Franz Schmaußer vom Staatlichen Bauamt Nürnberg, der vor Ort die Bauaufsicht hat.

Der Beton-Bruch von den Gehsteigen wird erst einmal auf der alten Fahrbahn zwischengelagert bis die mobile Brecheranlage in den Aischwiesen aufgebaut ist, die das Material dann gleich schreddert.

Die Brücke soll schmäler und leichter werden, begründen die Experten die Abtragung der Gehsteige. Dadurch lasse sich die eigentliche Brücke leichter handeln. Eine Sprengung stand stand nicht zur Diskussion. Der Aufwand wäre der gleiche.

Interessierte Zuschauer sind an der Baustelle willkommen. Allerdings müssen sie unbedingt beachten, dass die Brücke auch für Fußgänger gesperrt ist. Ohne Geländer und Gehsteige herrscht Absturzgefahr.