In der abgebrannten Scheune steht Peter Seeberger. Aufräumarbeiten. Der Brand am Montag hat eine Ruine hinterlassen. Das meiste, was sich in dem Gebäude befunden hat, ist unbrauchbar. Verrußt, verbrannt, nicht mehr nutzbares Tierfutter.

Und wieder sind viele Menschen da. Nachbarn, Freunde, Bauern - sie packen mit an, um Peter Seeberger zu helfen. "Wir halten zusammen", meint einer der Helfer. Und das erst recht in schwierigen Zeiten. Das braucht niemand auszusprechen, das steht in den Gesichtern geschrieben.

Bereits am Montag hat sich dieser Zusammenhalt gezeigt. Wer da war, packte mit an. Die Feuerwehren, die Sanitätsdienste, das THW wurden unterstützt, wo es nur ging. Trinken gab es vom Dorfwirt Rainer Seeberger, das BRK sorgte für das Essen während des Einsatzgeschehens. Peter Seeberger findet 24 Stunden später nur schwer die richtigen Worte. "Die Rettungskräfte waren fantastisch. Die haben so hart gekämpft, um zu retten, was zu retten ist."


Wohnhaus gerettet

Er meint damit vor allem das neue Wohngebäude. "Wir sind dort erst vor drei Wochen eingezogen." Ein paar Scheiben sind zersplittert, ein Schaden, der sich beheben lässt. Das Wohnhaus selber blieb unbeschädigt. "Leute vom Dorf, die man selten sieht, haben geholfen die Schweine zu retten." Mehrere Hundert Schweine wurden durch diese Nachbarschaftshilfe gerettet.

Seeberger bittet: "Bitte schreiben Sie: Ein riesen Dankeschön an die Feuerwehr, das technische Hilfswerk, die Polizei, die Nachbarn - alle haben zusammengeholfen, um den Schaden so gering wie möglich zu sagen." Speziell der Feuerwehr gilt ein Extra-Dank: "Wir können nur stolz sein, dass es Menschen gibt, die zur Feuerwehr gehen und uneigennützig helfen."


Ursache noch nicht bekannt

Gut 150 Helfer waren im Einsatz, davon fast 90 von den Feuerwehren. Die Ortsteilwehren aus Haundorf-Beutelsdorf, Hammerbach, Niederndorf, Hauptendorf sowie die Schaeffler-Werksfeuerwehr bekämpften zusammen mit den Herzogenauracher Brandbekämpfern das Feuer. Die Erlanger Wehr bot zwischenzeitlich Hilfe an. Der Einsatz zog sich allerdings bis in die Morgenstunden des drauffolgenden Tages hin. Feuerwehrkameraden aus Haundorf - Beutelsdorf hielten über die Nacht Brandwache. Es musste sichergestellt werden, dass es keine Glutnester mehr gibt.

Für die Spezialisten der Polizei begann die Arbeit ebenfalls erst richtig am Folgetag. Zusammen mit Spezialisten des Landeskriminalamtes, so der zuständige Pressesprecher Michael Petzold, werde fieberhaft ermittelt, um die bisher unbekannte Brandursache herauszufinden. Das könne noch bis Ende der Woche dauern, ergänzte der Polizeisprecher.


Es geht weiter

Für Peter Seeberger und seine Familie geht es erst einmal weiter mit den Aufräumarbeiten. Er ist froh, dass er seine Silage über das Gelände verteilt hat. "Unser Futter reicht", meint er mit Blick auf die übrig gebliebenen Tiere. Dreht sich um und macht weiter. Zusammen mit vielen Helfern dort in Beutelsdorf.