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Coronavirus

Darum bitten Supermärkte jetzt: 9 Tipps zum Einkaufen in Coronazeiten

Die meisten Kunden seien vernünftig. Für die Ausnahmen gibt es hier neun Regeln, die es beim Einkaufen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie zu beachten gilt.
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Sandra Koch und Fabian Zwingel  sorgen bei Rewe im Aischpark-Center in Höchstadt für Nachschub im Süßwarenregal. Foto: Christian Bauriedel
Sandra Koch und Fabian Zwingel sorgen bei Rewe im Aischpark-Center in Höchstadt für Nachschub im Süßwarenregal. Foto: Christian Bauriedel

Wer hätte gedacht, dass man einmal das richtige Einkaufengehen erklären muss? Matthias Zwingel, Leiter von neun Rewe-Märkten in Franken und Vizepräsident des Deutschen und des Bayerischen Handelsverband, und sein Kollege Manfred Degen, Leiter der Edeka-Märkte Adelsdorf und Hemhofen, betonen: Die meisten Kunden halten sich angesichts der Pandemie des Coronavirus sehr vorbildlich an die vorübergehend geltenden Regeln. Für die Ausnahmen geben sie ein paar Tipps, mit denen man dem momentan stark belasteten Personal wirklich helfen kann:

1. Bleiben Sie ruhig und freundlich! Sollte einmal ein Produkt gerade nicht im Regal sein, dann wird es oft tags drauf nachgeliefert. Das Personal im Supermarkt kann nichts für die Situation, hat weder Corona erfunden noch die einzuhaltenden Mindestabstände. Man arbeitet derzeit am Limit für Sie.

2. Halten Sie 1,5 bis 2 Meter Abstand von den anderen Einkaufenden und auch vom Personal! Niesen und husten Sie nicht auf Waren, sondern in die Armbeuge.

3. Nehmen Sie sich einen Einkaufswagen! Der Wagen macht die Einhaltung des Mindestabstands zwischen den Menschen im Markt einfacher. Manche Märkte bieten Desinfektionsmittel an der Wagenausgabe. Sollte dort keines zur Verfügung stehen: Es ist nicht zwingend nötig. Konfrontieren Sie damit nicht das Personal. Einweghandschuhe, aber auch der Winterhandschuh können schützen (letzteren aber ab und an in die Waschmaschine).

4. Kaufen Sie nur in haushaltsüblichen Mengen! Keine zwölf Flüssigseifen oder 25 Tiefkühlpizzen! Horten ist absolut nicht notwendig. Die Versorgung sei gesichert. Lassen Sie Waren für andere übrig. Die Mitarbeiter sind angewiesen, Hamsterkäufe zu unterbinden. Teils sind die Kassen schon so programmiert, dass größere Mengen eines Produkts nicht gekauft werden können.

5. Bringen Sie Ihr Leergut zurück! Einige Lieferanten erwarten schon sehnlichst die leeren Flaschen zurück. Hamsterkäufe bei Getränken haben hier und da für leichten Mangel gesorgt. Es gibt Wasser, Saft und Bier in rauen Mengen! Doch wenn Flaschen fehlen, können Produzenten nichts abfüllen.

6. Handschuhe sind kein Muss! Wenn die Mitarbeiter hinter den Theken für Wurst und Käse keine Handschuhe tragen sollten, sei das nicht gefährlich! Im Gegenteil: Handschuhe zu lange getragen, können Viren teils noch besser übertragen, als eine regelmäßig gründlich gewaschene Hand. Auf das sehr häufige Händewaschen der Mitarbeiter werde in den Märkten penibel geachtet.

7. Zahlen Sie, wenn möglich, mit Geldkarte! Bargeld wird angenommen, aber der Kontakt dazu sollte auf ein Minimum reduziert werden.

8. Lassen Sie sich helfen! Sie sind über 65 Jahre alt oder gehören einer Risikogruppe aufgrund von Vorerkrankungen an? Nutzen Sie die Hilfe der Familie, von Freunden oder Nachbarn und lassen Sie für sich einkaufen. Wer niemanden hat: www.inFranken.de und der Fränkische Tag veröffentlichten Adressen von freiwilligen Helfern. Auch die Kommunen vermitteln.

9. Gehen Sie alleine einkaufen! So schön Shoppen mit der Familie ist: Momentan bitte lieber nur eine Person zum Einkaufen schicken.