"Das Geld möchte ich sparen", ist die überwiegende Antwort auf die Frage, was denn mit dem Geld passieren solle, das der Verkauf auf dem traditionellen Trödelmarkt am Weihersbachgelände in Herzogenaurach einbringt. Große und auch kleine Verkäufer sowie Käufer tummelten sich dort am Samstag seit den frühen Morgenstunden.
"Als wir um 4.30 Uhr gekommen sind, waren die ersten schon da und hatten aufgebaut", erzählt Bea Wirth vom Freizeitheim, die zusammen mit einigen Kolleginnen den Trödelmarkt organisiert. Ab fünf Uhr morgens darf offiziell aufgebaut werden.

Trödler versteht keiner

Wer so früh kommt? "Die Trödler sind halt so", meint Bea Wirth.
"Die versteht keiner."
Die Jagd auf die besten Plätze wird es wohl kaum sein, so hat Thomas Grumann mit seinen beiden Töchtern Emma und Luisa und seiner Frau um 7 Uhr noch einen guten Platz am Eingang ergattern können. "Wir verkaufen Pixi-Bücher, in denen Märchen und kurze Geschichten stehen. Und Bilder, die unsere Mama gemacht hat", erzählt die zehnjährige Luisa.

Herausgewachsen

Außerdem steht die Schultasche der Zehnjährigen zum Verkauf: "Die hatte ich von der ersten bis zur dritten Klasse. Jetzt bin ich in der fünften Klasse." Daneben teilen sich Lichterkette, Kinderfahrradsitz und Computerzubehör den Platz am Stand der Haundorfer Familie.
Ein paar Stände weiter sitzen Laura (10) und ihre Cousine Anne (9) auf einer Kinderbierbank. Die zehnjährige Laura verkauft neben ihren Barbies auch andere ihrer Spielsachen: "Damit spiele ich nicht mehr. Und das Geld will ich erstmal sparen, falls ich mir mal was kaufen möchte."
Unter den 126 typischen Trödelmarkt-Ständen verbergen sich auch zwei Stände für das leibliche Wohl von Käufern und Verkäufern. Um 14 Uhr war es dann vorbei. Die Verkäufer packten ihre Sachen, die ihren Besitzer noch nicht gewechselt hatten, und räumten das Feld.