Perfekt plan glitzert die Fläche in der Sonne. Nur ein Windchen kräuselt den blauen Wasserspiegel. Am liebsten würde man sofort reinspringen und die Stille im Becken mit einem schwungvollen Platsch zerstören. Bisher mussten sich Wasserratten noch gedulden, trotz des teilweise schon frühsommerlichen Wetters. Doch heute geht es wieder los. Alle Bahnenzieher und Sonnenbader, alle Krauler, Turmspringer und Arschbomben-Artisten können sich freuen: Die Freibad-Saison in Höchstadt ist eröffnet.

In den letzten Tagen seien noch ein paar Handgriffe zu erledigen gewesen, sagt Hans-Peter Philipp, Betriebsleiter der Sportstätten, Chef des Beckens sozusagen. Pünktlich zur Eröffnung ist alles bereit. "Den Winter haben wir für Malerarbeiten genutzt, dass wieder alles schön erstrahlt", sagt Philipp. Wie immer über die Wintermonate habe es auch wieder etliche vom Frost gesprungene Fliesen zu ersetzen gegeben.
Allerdings nicht im 50-Meter-Becken. Denn dort strahlt seit letztem Sommer die neue Edelstahlverkleidung.

Lehnen sorgen für Entspannung
Mit dem Metallbecken habe man jetzt nach dem ersten Winter nur beste Erfahrungen gemacht. "Es ist traumhaft zu reinigen. Im Gegensatz zum Fliesenbecken ist es jetzt die Hälfte der Arbeit", sagt Philipp. Die Renovierung der Sanitäranlagen zwischen Freibad und Eisstadion stehe noch an. Wann mit der Sanierung begonnen werde, stehe noch nicht fest. Eine Neuerung in diesem Jahr dürfte viele Badegäste freuen. Zwar nur ein kleines Detail, aber enorm erleichternd: Die steinernen Sitzblöcke neben dem 50-Meter-Becken haben jetzt jeweils eine Lehne bekommen. "Wir haben gemerkt, dass sich die Leute lieber auf die normalen Parkbänke setzen", sagt Philipp. Auf den Steinquadern wurden immer nur die Handtücher abgelegt. Den meisten schien die Sitzgelegenheit schlicht zu unbequem. Jetzt können sich die Zuschauer am Beckenrand also entspannt zurück lehnen und die Aussicht genießen.

Hunger stillen beim neuen Wirt
Eine gute Nachricht gibt es auch für alle, die nach ihren Bahnen der Hunger packt: Das Restaurant ist wieder neu besetzt, nachdem es im letzten Jahr kurzzeitig geschlossen war. Seit Februar gibt es dort griechisches Essen und Pizza. Für den kleinen Hunger gibt es wie immer das Kiosk.

Dass das Badevergnügen bezahlbar bleibt und sich jedermann den Eintritt leisten kann, gehöre zum Konzept, so Philipp. Deshalb bleiben die Preise auch wie sie waren. Mit drei Euro für Erwachsene und zwei Euro für Jugendliche lässt sich nicht meckern. "So manches Eis drüben im Automaten kostet ja schon 2,50 Euro", zieht Philipp den Vergleich. Zwei Euro für den Tag scheinen daher erschwinglich. Philipp hofft auf einen guten Start in die Saison, auch wenn das Wetter zum 1. Mai eher durchwachsen gemeldet ist. In Burghaslach habe man am Sonntag ja eher einen verregneten Auftakt gehabt. Aber der erste Tag sei nicht entscheidend, sagt der Betriebsleiter. "Wichtig ist zum Beispiel, dass die Pfingstferien schön werden und die Saison dann gut ins Rollen kommt."