"Die Ausbildung kostet nichts. Sie ist aber nicht umsonst", heißt es auf der Homepage des BRK über Rettungshundeführer und ihre vierbeinigen Helfer. Was die Ausbildung bringt, das wissen die zurzeit 18 Mitglieder der Coburger Rettungshundestaffel nur zu gut. Bei jährlich mehr als zehn Sucheinsätzen können sie helfen, wo mit anderen Möglichkeiten nichts mehr auszurichten ist.
"In diesem Jahr haben wir bisher gut 3800 Stunden investiert. Bis Jahresende kommen wir über 4000", umreißt Daniel Lorz, der stellvertretende Leiter der Staffel, den Zeitaufwand, den die Mensch-Hund-Teams treiben. Mehrmals wöchentlich treffen sich die Rettungshundeführer mit ihren Tieren, oft bei Elke Kunz in Heilgersdorf. Die Gründerin der Coburger Staffel hat dort ihre Hundeschule. Sie bereitet die Teams auch auf die Prüfung vor, die unabdingbar geschafft sein muss, ehe Hund und Führer in den Sucheinsatz dürfen. Worauf es für die Hunde ankommt, weiß Elke Kunz nur zu genau. Sie ist nämlich selbst auch Prüferin für das Rettungshundewesen im BRK.
Der Mensch im Team muss natürlich Sanitäter sein und diese Ausbildung nachweisen. Er muss aber auch eine schriftliche Prüfung ablegen. Es gilt seine Kenntnisse unter Beweis zu stellen in Erster Hilfe am Menschen und Hund, in der Einsatztaktik, Karten- und Kompasskunde, Trümmerkunde und Bergung sowie in der Kynologie (Lehre von der Zucht, Dressur und Krankheiten der Hunde). Voraussetzung für die Arbeit als Rettungshundeführer ist außerdem eine gute psychische und physische Verfassung. "Die Belastung in den Einsatzsituationen ist oft sehr hoch, auch psychisch", weiß Elke Kunz. Da ist der Druck helfen, retten zu wollen. Die Unsicherheit, wenn die Suche erfolglos blieb, ob nicht doch etwas übersehen wurde. "Wenn wir finden, kann auch das belastend sein. Denn nicht immer finden wir lebend", stellt die erfahrene Ausbilderin fest.


Nicht jeder Hund ist geeignet

Wie nicht jeder Mensch die Voraussetzungen mitbringt, die eine Arbeit als Rettungshundeführer erfordert, eignet sich auch nicht jeder Hund für diesen Einsatz. "Die Hunde müssen Menschen über alles lieben", sagt Daniel Lorz. "Der ausgebildete Suchhund zeigt sich konditionsstark, wesensfest, sicher, ruhig und sehr menschenfreundlich", heißt es dazu in der Beschreibung des BRK. Es kommt noch ein wichtiger Punkt dazu. "Ich muss mich zu 100 Prozent auf ihn verlassen können", sagt Elke Kunz. Selbst sie als langjährige Hundetrainerin sei nicht gefeit davor, Hunderte von Ausbildungsstunden in ein Tier zu investieren, um dann feststellen zu müssen, dass ihr Schützling offenbar nie die Einsatzreife erreichen wird. Bei der Ausbildung des Hundes geht es vor allem um die Förderung und Festigung des Suchinstinktes, um Gehorsam, Führigkeit auf Distanz und unter starker Ablenkung, aber ebenso um die Gewöhnung an schwierige Situationen wie die Fortbewegung auf schwankendem Untergrund, Kletter- und Kriech übungen, das Begehen dunkler Räume und Röhren mit und ohne Hundeführer. Aber vor allem geht es um Anzeigeübungen, die immer und immer wieder die wichtigste Rolle im Training spielen. Sobald der Hund die gesuchte Person entdeckt hat, muss er bellen - so lange, bis der Hundeführer bei ihm eintrifft. Ehe Hunde das zuverlässig tun, vergehen zahllose Stunden und sie kassieren jede Menge Leckerli für jedes gute Bellen.
Haben sie die Prüfung bestanden, zu der auch eine schwierige Suche gehört, dürfen die Hunde 18 Monate als geprüfter Rettungshund in den Einsatz. Dann ist die Prüfung erneut abzulegen. Eine Plakette zeigt, wie lange der Hund noch "diensttauglich" ist.
Ausbildung und Engagement von Mensch und Tier sind nicht das Problem der Coburger Rettungshundestaffel. Sie sind mit Engagement dabei. Es ist eher das Geld. Alles muss über Spenden finanziert werden. Auch teure Digitalfunkgeräte - auf die alle Dienste gerade umstellen müssen. Bei der Finanzierung dieser Geräte (eines kostet über 300 Euro) wollen wir mit "Franken helfen Franken" helfen.

Spendenaktion Das Coburger Tageblatt und "Franken helfen Franken" möchten die Rettungshundestaffel unterstützen und bitten um Spenden. Bitte geben Sie als Verwendungszweck "Rettungshunde" an.

Kostenlos Jeder für "Franken helfen Franken" gespendete Euro geht an den guten Zweck, die Verwaltungskosten übernimmt die Mediengruppe Oberfranken, der das Coburger Tageblatt angehört.

Idee Die Mediengruppe Oberfranken erreicht über ihre Zeitungen Fränkischer Tag, Bayerische Rundschau, Coburger Tageblatt, Saale-Zeitung und Die Kitzinger sowie ihre Internetangebote viele Menschen. Das will sie nutzen, um mithilfe des Spendenvereins "Franken helfen Franken" Hilfsbedürftige in verschiedenen Teilen Frankens zu unterstützen.
Miteinander Der Spendenverein macht sich stark für ein Franken, das sich durch eine Atmosphäre des Miteinanders und der Hilfe auszeichnet. Seit Gründung 2009 wurden schon mehr als 231 000 Euro ausgereicht.

Spendenkonto Sparkasse Bamberg; IBAN: DE 62 7705 0000 0302 1945 01
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