Der Geowissenschaftler und stellvertretende Museumsleiter des Naturkunde-Museums Coburg, Eckhard Mönnig, stellte während der 29. Jahrestagung des Thüringisch-Geologischen Vereins (TGV) sein neues Buch "Ursaurier und versteinerte Bäume - die Coburger Lebenswelt vor 220 Millionen Jahren" vor. Dieses interessante Buch veröffentlichte er zusammen mit Peter Schumann. Dessen Schwiegervater Peter Goeckel hatte in Untersiemau als Betreiber einer Sandgrube im Jahr 1952 den Schädel eines Ursauriers gefunden. Dieses sehr wahrscheinlich im Wasser und an Land lebende und jagende krokodilähnliche Tier wurde von Sandgrubenbetreiber Goeckel geborgen. Es trägt den Namen "Coburgosochus goeckeli". Da Mönnig intensive Archivarbeit im Naturkunde-Museum betrieb, erstellte er letztendlich ein breites Portfolio mit Erkenntnissen über die Zeit vor etwa 220 Millionen Jahren im Coburger Land. Mit Funden von versteinerten Bäumen und Pflanzen, Fischen und anderen fossilen Tieren bietet dieses Buch einen fundierten Einblick in die Zeit, als quasi vor unserer Haustüre die Vorfahren der Saurier, die Ursaurier, lebten. Es entstand ein auch für interessierte Laien gut lesbares Buch.

Schumann betonte bei der Präsentation: "Das Buch ist sehr anschaulich geworden mit dem Untersiemauer Saurier." Eckhard Mönnig wies auf die weltweite wissenschaftliche Bedeutung dieses Fundes hin. Im Gegensatz zu einem heutigen Salzwasserkrokodil hatte der urzeitliche Prädator seine Nasen- und Augenöffnungen dichter beieinander.

Das Buch ist im Naturkunde-Museum Coburg erhältlich.