Freunde unterstützen einander. Denn man kennt sich seit vielen Jahren aus der Jungen Union und ist sich in vielen Dingen nicht unähnlich. Am späten Freitagabend wanderte die Junge Union in Bad Rodach auf den Georgenberg. Vorneweg der CSU-Direktkandidat Dr. Jonas Geissler und der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban aus Barsinghausen in der Region Hannover. Im März 2019 ist Kuban zum Bundesvorsitzenden der Nachwuchsorganisation der Union gewählt worden. Der 37-jährige Jonas Geissler scheidet am Jahresende mit Erreichen der Altersgrenze aus der JU aus.

Größer geht nicht wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie seien keine großen Veranstaltungen möglich, sagte CSU-Kandidat Geissler. "Deshalb weichen wir auf solche Veranstaltungen aus."

An der Spitze einer kleinen Schar, meist Mitglieder der JU, ging es vom Bad Rodacher Marktplatz auf den Georgenberg zu einer zünftigen Brotzeit. Auf diese Weise will Jonas Geissler mit den Menschen in Kontakt kommen. Selbstverständlich sieht Jonas Geissler keine Probleme darin, dass zum ersten Mal seit vielen Jahren für die CSU ein Kronacher das Bundestagsdirektmandat für den Wahlkreis Coburg-Kronach erringen will. "Die Kronacher haben im Gegenzug stets den Kandidaten aus dem Coburger Land gewählt", sagte Geissler.

Vergleich mit Michelbach

Die Herkunft sei nicht ausschlaggebend, das habe Hans Michelbach bewiesen, der aus Gemünden am Main eine politische Heimat an der Itz und am Zusammenfluss von Haßlach, Kronach und Rodach gefunden habe. "Die Menschen wählen den Kandidaten, von dem sie überzeugt sind", ist Geissler, Referent im bayerischen Bauministerium, überzeugt.

Von Ebern nach Bad Rodach

Im Juli ist Tilman Kuban schon durch Deutschland getourt, jetzt kam er aus Ebern nach Bad Rodach, um für seinen Parteifreund zu werben. Thema vor dem Marktbrunnen waren auch die derzeit schlechten Umfragewerte für die Union und deren Spitzenkandidaten Armin Laschet. "Das war schon mal besser." Aber in den kommenden fünf Wochen bis zur Bundestagswahl Ende September könne sich die Entwicklung durchaus noch ändern. Das Zukunftsteam für Deutschland jedenfalls sei bei der Union angesiedelt, gab sich Kuban bei dieser Wahlkampfwanderung optimistisch.

Wichtiges und beherrschendes Thema sei jetzt, dass möglichst viele Menschen aus Afghanistan ausgeflogen würden. Das müsse sich auch auf die einheimischen Helfer der Bundeswehr beziehen. Denn nach der schnellen Übernahme des Landes durch die Taliban werde der Schutz der Ortskräfte auch Auswirkungen auf kommende Missionen der Bundeswehr haben, ist Kuban überzeugt. Anfangs habe Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) eine schnelle Evakuierung verhindert, meinte er ganz im Wahlkampfmodus.