Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit 73 von 82 abgegebenen Stimmen aus den Reihen der Kommandanten der Feuerwehren aus dem Landkreis Coburg ist Stefan Püls (51) aus Bad Rodach zum neuen Coburger Kreisbrandrat gewählt worden. Der scheidende Kreisbrandrat, Manfred Lorenz (Rossach), zeigte sich vom Ergebnis für seinen bisherigen Stellvertreter sehr zufrieden: "Es ist so gekommen, wie ich mir das vorgestellt habe."

Hochwasser-Drama 2021: Das sagte damals Manfred Lorenz

Theoretisch hätte der heute 63-Jährige Manfred Lorenz noch zwei Jahre als Kreisbrandrat tätig sein können - denn erst 2023 wäre er unter die Altersbeschränkung von 65 Jahren für sein Amt gefallen. Der Rossacher hatte aber schon vor geraumer Zeit entschieden, sich nach 47 Jahren im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst mit Ablauf seiner zweiten Dienstzeit am 25. Dezember 2021 aus dem Amt zurückzuziehen.

Mit einem neuen Kreisbrandrat einher geht traditionell auch eine personelle Neuausrichtung bei der Kreisbrandinspektion - also den Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeistern - einer. Stefan Püls kündigte an, dass es da spätestens dann eine Verjüngung geben werde, wenn einige langjährige Führungskräfte altersbedingt aus dem Amt scheiden. Zudem sollen die Einsatzbereiche auf der Autobahn A73 und der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke sowie die Ausbildung der Aktiven verstärkt in den Mittelpunkt der Aufgabenverteilung rücken.

Sommer 2020 - so kamen die Coburger Feuerwehren aus dem Lockdown

Eine offizielle Verabschiedung nach der Wahl seines Nachfolgers gab es für Manfred Lorenz bei der Versammlung am Samstag (16. Oktober) in der Frohnlacher Kultur- und Sporthalle noch nicht. Landrat Sebastian Straubel (CSU/Landvolk) kündigte an, dass diese - je nach Entwicklung der Corona-Pandemie - zu Beginn des kommenden Jahres in einem dem Anlass entsprechenden Rahmen stattfinden wird.

Warum die Coburger Feuerwehren einen Drachen haben, lesen Sie hier