Mit dem Start in die Sommerferien melden sich Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen vorübergehend arbeitslos. In Verbindung mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt erhöhte sich die Arbeitslosigkeit daher wieder stärker als im Juli (+1,1 Prozent, 120 Personen) im gesamten Bezirk der Arbeitsagentur Coburg-Bamberg. Der Anstieg fiel jedoch um 29,5 Prozent beziehungsweise 266 Personen spürbar geringer aus als im vergangenen Jahr, heißt es im aktuellen Pressebericht.

In der Stadt Coburg stieg die Arbeitslosigkeit zum Schuljahresende im August um 73 Personen (+5,0) auf 1531. Sie liegt um 302 oder 24,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Die saisonübliche Erhöhung fiel um 43 Prozent geringer aus als 2019. Es verloren genauso viele Personen ihre Beschäftigung wie in 2019. Gleichzeitig fanden 20,4 Prozent mehr einen neuen Arbeitsplatz. Teilweise gelang nicht immer ein nahtloser Übergang in eine Beschäftigung wegen der Krise und der Ferienzeit. Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) stieg daher im August um 33 oder 15,2 Prozent auf 250 (+30,2 Prozent mehr als 2019). Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 5,3 Prozent. Der Arbeitgeberservice bekam im August 153 Stellen gemeldet. Das waren 14 (-8,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Bestand sind aktuell 733 Jobangebote, 61 (-7,7 Prozent) weniger als 2019.

Im Landkreis Coburg erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im letzten Monat um 74 Personen (+3,7 Prozent) auf 2084. Das sind 481 Menschen (+30,0 Prozent) mehr als 2019. Der größtenteils saisonbedingte Anstieg im August fiel heuer um über die Hälfte geringer aus (-51,6 Prozent) als im Vorjahr. Es verloren 19,1 Prozent weniger Personen ihre Beschäftigung als vor einem Jahr. Gleichzeitig fanden lediglich zwei Menschen weniger einen neuen Arbeitsplatz. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren erhöhte sich deswegen im abgelaufenen Monat um 58 oder 22,5 Prozent auf 316 (+32,2 Prozent im Vergleich zu 2019). Die Arbeitslosenquote legte um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent (Vorjahr 3,2 Prozent) zu.

Im August meldeten die Arbeitgeber aus dem Landkreis Coburg 167 sozialversicherungspflichtige Stellen, 24 (-12,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Im Pool sind aktuell 800 Beschäftigungsangebote, 293 (-26,8 Prozent) weniger als vor zwölf Monaten. red