"Wir sind sehr stolz auf das entstandene Projekt und freuen uns über die gute Zusammenarbeit", schließt Stefan Schneidawind, Prokurist und Diplom-Ingenieur der SÜC, seine Rede zur Eröffnung des neuen Heizkraftwerks ab.

Von außen sieht die kleine Anlage auf dem Gelände des Wasserwerks in Cortendorf - abgesehen von der roten Farbe - ganz unauffällig aus. Doch fast eineinhalb Jahre hat die Umsetzung des 900 000 Euro teuren Projekts gedauert.

"Die Idee kam im Frühjahr 2017", berichtet Johannes Schmidt, Ingenieur für Versorgungstechnik und Projektleiter des Projekts Heizkraftwerk.

Neueste Standards für Effizienz

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"Dann haben wir uns im April und Mai mit der Planung und dem Konzipieren beschäftigt", erinnert er sich weiter. Ende Oktober letzten Jahres habe man letztendlich mit dem Bau des Gebäudes angefangen, so Schmidt. Nachdem die Anlagentechnik bis Februar 2018 geprüft wurde, konnte das Blockwerk ab März in Betrieb genommen und nun offiziell eingeweiht werden.

Die benachbarten Wasserwerke, ein nahe gelegenes Industrieunternehmen sowie die Theaterwerkstätte können von nun an mit Wärme beziehungsweise Strom versorgt werden.

"Damit wurde ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele der Stadt Coburg geleistet", erklärt Schneidawind

Zwar ist das Heizkraftwerk nicht das erste der SÜC, allerdings werden hier Wärme und Strom nicht getrennt voneinander, sondern mit mit einem hohen Wirkungsgrad zusammen erzeugt. Dabei entsteht weniger Primärenergie, der Faktor liegt bei 0,6 statt 1,1. Die Folge: etwa 200 Tonnen weniger CO2- Emission pro Jahr.

Darüber hinaus sorgen die kurzen Wege für Strom und Wärme für eine hohe Effizienz und stellen einen Kontrast zur Fotovoltaik dar, die sich besonders gut im Sommer einsetzen lässt. Vor allem im Winter sei die neue Anlage also besonders sinnvoll, so Schneidawind. Das benachbarte Wasserwerk kann von den zwei Blockheizkraftwerken mit dem produzierten Strom versorgt werden. Dadurch können 55 Prozent seines jährlichen Stromverbrauchs gedeckt werden.

"Beim Projekt haben wir nach neuesten Standards gehandelt", versichert Schneidawind, "und 13 regionale Firmen haben sich beteiligt". Schon jetzt seien weitere Projekte für den Klimaschutz in Planung und teilweise bereits in der Umsetzung, kündigt Schneidawind an.

Zahlen und Fakten

Anlage Zwei neue Heizkraftwerk-Module mit je 50 kW elektrischer Leistung

340 Meter Trassenlänge Fernwärmeleitung

Leistung 1,5 Millionen kWh Wärme, 500 000 kWh Strom