Erstaunliches Talent attestierte schon 2013 unsere Feuilleton-Kritikerin Carolin Herrmann Valentin Fruntke und Marie-Sophie Weidinger. In "Ein Musical von Coburg" standen die beiden Jugendlichen gemeinsam auf der Bühne. Jahre später begeisterten sie das Coburger Publikum als Victoria und Albert im gleichnamigen Musical in der Ehrenburg.

Valentin engagierte sich in zahlreichen Rollen im Jugendclub des Landestheaters, stand auf der Waldbühne in Heldritt. Marie-Sophie sang und tanzte in der Spider Murphy Gang-Story und als Liza Minelli bei einem Soloabend.

Auf ihre Leidenschaft zur Schauspielerei und ihre Bühnenpräsenz wurde schon bald Siegfried Pecher vom Förderverein Kleinkunst und Varieté aufmerksam. Seither fördert und verfolgt er die Karriere der beiden Nachwuchskünstler aus unserer Region. Marie-Sophie besuchte die Musicalschule in Nürnberg, Valentin studierte Schauspielerei an der Filmuniversität Babelsberg.

Trotz Lockdown Anfang des Jahres hatten beide großen Grund zur Freude im Herbst: Valentin sollte seinen Studienabschluss machen und bereitete sich intensiv aufs Vorsprechen vor. Doch der Lockdown Light funkte dazwischen. Statt vor hunderten von Experten aus der Theater- und Filmwelt, konnte er gerade mal vor zehn zeigen, was er kann. Auch die übliche Rundreise an Theater in Berlin, München und Neuss, wo sich alle Schauspielabsolventen einem Fachpublikum präsentieren können, entfiel. "Durch die Schließung der Theater werden auch keine Stellen frei. Es gibt kaum Vakanzen." Valentin klingt frustriert und traurig.

Er möchte die Zeit jetzt mit einem Semester an der Schauspielschule in Zürich überbrücken. "Wenn ich meine Eltern und Großeltern nicht hätte, ich würde auf der Straße stehen", sagt er. Aber ewig könnten sie ihn nicht unterstützen. Wenn ihm nichts anderes übrig bleibt, muss er einen anderen Job annehmen. Doch noch gibt er nicht auf. Der 24-Jährige brennt für die Schauspielerei. Möchte geistig und körperlich fit die Bretter der Welt erobern und bestmöglich dafür vorbereitet sein.

Auch Marie-Sophie wohnt derzeit daheim in Dörfles-Esbach. Bis vor Kurzem probte sie das Weihnachtsmärchen "Drei Nüsse für Aschenbrödel" am Staatstheater Meiningen. "Ich hätte so gern gespielt", sagt sie. Doch alles wurde auf 2021 verschoben. Sie fühlt sich ohnmächtig und abhängig. Sie hofft auf die Künstlerhilfe und würde sich über eine Unterstützung durch den Förderverein Kleinkunst und Varieté freuen. Die Lebenshaltungskosten müssen schließlich weiter bezahlt werden.

Weihnachtsspende für die Kulturschaffenden Die Auswirkungen der Pandemie bekommen vor allem auch Kulturschaffende zu spüren. Der Förderverein Kleinkunst und Varieté unterstützt Künstler der Region. - unter anderem Marcus Geuss, alias Marcellini, sowie die jungen Nachwuchs-Darsteller des Coburger Musicals Albert & Victoria. Wir stellen bis Weihnachten ihre besonderen Geschichten vor.

Spendenverein Die Mediengruppe Oberfranken (mgo) erreicht über ihre lokalen Tageszeitungen wie das Coburger Tageblatt sowie digitale Informations- und Service-Portale jeden Tag rund 600 000 Menschen. Außerdem ist die mgo als Multimediaunternehmen mit Tochterfirmen breit aufgestellt. Diese Vielfalt nutzt die Unternehmensgruppe, um mit dem Spendenverein "Franken helfen Franken" seit 2009 Hilfsbedürftige in ganz Franken zu unterstützen. Alle Spenden gehen zu 100 Prozent an in Not geratene Menschen oder gemeinnützige Organisationen und Projekte in der Region. Die Verwaltungskosten übernimmt die mgo. Insgesamt wurden seit 2009 deutlich über eine halbe Million Euro von Franken helfen Franken vergeben.

Spendenkonto

Mediengruppe Oberfranken -

Franken helfen Franken e.V. Sparkasse Bamberg

IBAN DE62 7705 0000 0302 1945 01

BIC BYLADEM1SKB

Stichwort: Förderverein Kleinkunst und Varieté.