Rainer Münz hat sein gesamtes Berufsleben am Theater verbracht. Allerdings nicht als Künstler auf der Bühne oder als Regisseur dahinter. Münz war für die Technik zuständig: Als gelernter Starkstromelektriker und Beleuchter, als Technischer Direktor der Städtischen Bühnen Heilbronn und Frankfurt und schließlich fast zehn Jahre lang als Leiter verschiedener Sonderbauprojekte der Städtischen Bühnen Frankfurt.

Mit dieser Erfahrung berät er nun im Vorfeld der Coburger Theatersanierung. Am Donnerstag sollte er mit seinem Kollegen Sebastian Göb vom Beratungsbüro BMP einen ersten Sachstandsbericht geben. Der fiel jedoch dünn aus: Man habe in Gesprächen mit den Nutzern, sprich, den Künstlern und Beschäftigten des Landestheaters den Raumbedarf ermittelt und abgeklärt, was in den vorhandenen Gebäuden nebst dem Palais Kyrill, das dazu kommt, machbar ist, berichteten Münz und Göb. Das so ermittelte und mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmte Raumprogramm werde nun in die Planung überführt. Außerdem würden einige Punkte, wie zum Beispiel die Anlieferung von Kulissen, die Verbindungen vom Haupthaus zu den Nebengebäuden, die Funktionen und Ausstattung der Bühnentechnik nun mit Fachplanern erörtert.


Öffentliche Diskussion

Pläne oder zumindest Skizzen zum Vorzeigen hatten die beiden Berater jedoch nicht. "Ich weiß jetzt nicht, was ich damit anfangen soll. Ich würde mir wünschen, dass wir irgendwann mal ein Ergebnis sehen", kommentierte Peter Kammerscheid (Pro Coburg). Fritz Frömming, kaufmännischer Direktor des Landestheaters, beruhigte: Pläne könne es erst geben, wenn klar definiert sei, was machbar sei. Die Berater hätten sich schon als "mehr als wertvoll" erwiesen. Ihre vordringliche Aufgabe bestehe in der Vermittlung zwischen den Nutzern (also dem Landestheater) und den Planern (dem Staatlichen Bauamt).

Mehr über den aktuellen Stand ist vielleicht am Dienstag, 4. Juli, ab 18 Uhr im Landestheater selbst zu erfahren. Die Stadt Coburg informiert zum aktuellen Stand der Planungen zur Generalsanierung. Auf der Bühne: Alle, die zum Thema etwas zu sagen haben. Das sind Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD), Vertreter des Coburger Hochbauamtes, des Staatlichen Bauamtes sowie der scheidende Intendant, Bodo Busse, und sein Nachfolger, Bernhard F. Loges. Moderiert wird das Gespräch von Fritz Frömming, dem kaufmännischen Leiter des Landestheaters Coburg.

Neben der Sanierung des Großen Hauses wird laut Pressemitteilung der Stadt Coburg auch die Interimsspielstätte am Ketschenanger ein großes Thema sein. Informiert werden soll auch über die zeitlichen Abläufe im Zusammenhang mit der auf mehrere Jahre angelegten Sanierungsmaßnahme. Anschließend sollen die Besucher in einer Fragerunde zu Wort kommen können. Kostenlose Einlasskarten gibt es am Dienstag, 4. Juli, an der Theaterkasse.