Auch das zweite Testspiel beendete der HSC 2000 Coburg siegreich. Im Rahmen des Trainingslagers in Linden besiegte der Erstligist den Vertreter der Oberliga Hessen, die HSG Pohlheim, mit 31:20.
Die Partie war das Abschlussspiel des Trainingslagers was die handballerische Seite betraf. Am Samstagmorgen standen dann nochmal eine Einheit zur Verbesserung der Grundlagenausdauer und anschließende regenerative Maßnahmen auf dem Programm.


HSG Pohlheim gegen
HSC 2000 Coburg 20:31 (8:13)

Nicht wie gegen Hüttenberg, als der HSC Anlaufprobleme hatte, gelang den Coburgern ein relativ guter Start. Das Team spielte von Beginn an eine robuste und aggressive Verteidigung. Nach 13. Minuten traf Kirveliavicius zum 7:2. Trotzdem stellte Pohlheim die "Gelb-Schwarzen" vor allem mit ihrer effektiven Spielweise über den Kreis vor einige Schwierigkeiten.
Immer wieder gelang es der HSC-Deckung nur auf Kosten eines Siebenmeters, das Pohlheimer Spiel zu unterbinden. Die Folge war, dass die HSG den Rückstand verkürzte, Kelm traf dann zum zwischenzeitlichen 11:7 (24.) und Coßbau, mit sieben Toren erfolgreichster HSC-Werfer, markierte den 13:8-Pausenstand. Doch Pohlheim ließ sich bis zum Seitenwechsel nicht wirklich abschütteln.
Im zweiten Durchgang konnte der Favorit dann aber kontinuierlich seinen Vorsprung ausbauen. Über die Stationen 11:18 (41./Lex) und 13:23 (49./Riehn) setzte sich Coburg jetzt ab.
Trotzdem war Trainer Jan Gorr mit der Defensivleistung immer noch nicht zufrieden. Denn neben den Treffern über den Kreis fanden jetzt auch etliche Schlagwurfabschlüsse der Pohlheimer den Weg ins Tor. Dank einer besseren Angriffseffektivität konnte der Erstligist bis zum Schlusspfiff einen deutlichen Erfolg sicher stellen.
Tore HSC 2000 Coburg: Coßbau (7), Kirveliavicius (6), Billek (4), Lex (4), Büdel (3), Riehn (2), Weber (2), Wucherpfennig (2), Kelm (1). ct



Doppel-Interview

"Es bleibt uns wenig Zeit für strukturelle und operative Veränderungen"

Das Tageblatt hat sich mit der neuen "Doppelspitze" des HSC 2000 Coburg unterhalten. Geschäftsführer Steffen Ramer ist für Marketing und Vertrieb zuständig, Geschäftsführer Florian Dotterweich für Finanzen und Personal.

Welche Ziele verfolgt der HSC nach dem Aufstieg außerhalb des sportlichen Bereiches?
Steffen Ramer: Im Fokus der Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der DKB Handball Bundesliga steht nicht nur die Professionalisierung auf dem Handballfeld, sondern auch daneben. Das Team hinter dem Team arbeitet mit Hochdruck daran, die vorhandenen Strukturen des Vereins zu stärken und weiter auszubauen.
Florian Dotterweich: Ziel ist es, den Prozess der Professionalisierung voranzutreiben und den HSC 2000 Coburg für Fans, Sponsoren und Medien weiterhin attraktiv zu machen. Selbstverständlich soll auch der Zuschauerschnitt angehoben werden. Realistisch ist hier ein Schnitt von 3000 Zuschauern pro Spiel.

Wie ist der Vergleich zwischen dem organisatorischen Aufwand 1. und 2. Liga?
Dotterweich: Die 1. Liga stellt aus organisatorischer Sicht einen enormen Unterschied zur 2. Liga dar. Es gelten wesentlich striktere Vorgaben bezüglich Fernsehen und Öffentlichkeitsarbeit sowie zu den Markenbildungsmaßnahmen der DKB Handball Bundesliga.

Welche Neuerungen gibt es im organisatorischen Bereich?
Ramer: Damit wir den Ansprüchen der DKB Handball Bundesliga gerecht werden, wird Ende August in der HUK Coburg Arena ein neuer Hallenboden angeschafft. Außerdem wird aufgrund von Ligaverpflichtungen ein Medienraum installiert, der den Ansprüchen der Journalisten gerecht wird.
Dotterweich: Im Allgemeinen ist durch den Aufstieg in die 1. Liga die Nachfrage am HSC 2000 Coburg gestiegen, was mit einem deutlichen Kundenzuwachs im Bereich Ticketing und Sponsoring einhergeht. Die Prozesse in der Verwaltung und Organisation werden komplexer, weshalb das bestehende Team personell verstärkt wurde.

Wo stecken die größten Problemfelder bis zum Saisonstart im organisatorischen Bereich?
Ramer: Da wir den Aufstieg in die 1. Liga erst am letzten Spieltag perfekt gemacht hat bleiben uns nur wenige Wochen Zeit die beschriebenen strukturellen und operativen Veränderungen umzusetzen. Bereits am 27.08.2016 findet im Zuge des DHB Pokals das erste Pflichtspiel für den HSC statt - bis dahin müssen die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen sein.