Berufe entdecken in Neustadt: Mit dem modernisierten "M + E Info Truck" der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (bayme vbm) konnten Jugendliche das am Freitag in Neustadt. Der Lkw mit dem besonderen Inhalt stand an der Realschule Neustadt. "Ihr habt nach der Schule ganz viele berufliche Chancen, egal ob im Handwerk oder in der Industrie, ihr werdet gebraucht", sagte Michael Hoeffer vom pädagogischen Beraterteam. Das sei auch einmal anders gewesen. "Hier in der Region gibt es viele Firmen in der Metall- und Elektroindustrie, die man eigentlich gar nicht so richtig kennt", erklärte Hoeffer den Schülern der neunten Klassen. Man sei darauf angewiesen, dass Jugendliche in verschiedene Arbeitsbereiche gehen. In der M + E-Industrie Deutschlands gebe es über 40 Einstellungsberufe, sagte Berater Mike Bayerl. Die Digitalisierung führe zu großen Veränderungen. "Deswegen haben wir dieses Fahrzeug und dieses Projekt, damit die Jugend schon einmal in die einzelnen Aufgaben und Themenbereiche hineinschnuppern können."

Es ging ganz praktisch zu

Die Schüler gingen also in den Lastwagen, wo sie an einzelnen Stationen die moderne Technik kennenlernen und ausprobieren konnten. Sie konnten zum Beispiel Schaltpläne nachbauen oder an der elektropneumatischen Anlage feine Präzisionsarbeit bestaunen. Touchmonitore boten zudem ergänzende Informationen rund um das jeweilige Themengebiet der Station. Unternehmen konnten zudem via Live-Schaltung zu den Schulklassen in den Truck geholt werden. So konnten Ausbilder und Auszubildende aus ihrem beruflichen Alltag berichten und aus erster Hand informieren.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, nahm an, dass im Idealfall so zwischen den Jugendlichen und den Unternehmen bereits konkrete Kontakte entstünden . "Die Schüler und Schülerinnen finden so nicht nur ihren Traumberuf, sondern auch ihren Traumarbeitgeber", war Brossardt überzeugt. Die jungen Menschen sollten sich jedoch auch abseits der Schule im privaten Bereich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen, gab Berater Hoeffer mit auf den Weg.