Kind (11) sexuell missbraucht? 19-Jährige wird in Vermisstenfall zur Heldin

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Eine 19-Jährige bemerkt im Zug zwischen Bamberg und Coburg ein Mädchen und einen älteren Mann. Als sie einen Tag später eine Öffentlichkeitsfahndung sieht, ist das der entscheidende Durchbruch in einem Vermisstenfall.

Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes sitzt ein Mann in Untersuchungshaft. Zuvor sei die Elfjährige als vermisst gemeldet worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Demnach hätte eine 19-jährige Schülerin den entscheidenden Hinweis zum Auffinden des Kindes gegeben. 

Das Mädchen aus Wanzleben-Börde (Sachsen-Anhalt) galt als vermisst, nachdem sie am Montagnachmittag (27. April 2026) nach Schulschluss nicht nach Hause zurückgekehrt war und mit einem älteren Mann gesehen worden sein soll. Die Polizei in Sachsen-Anhalt erstellte daraufhin eine Vermisstenanzeige, die über verschiedene Medien verbreitet wurde.

Vermisste in Zug zwischen Bamberg und Coburg aufgefallen - Mädchen von Mann zum Mitfahren überredet

Ohne von der Vermissten zu wissen, seien die Elfjährige und ihr deutlich älterer Begleiter der jungen Frau in einem Zug zwischen Bamberg und Coburg aufgefallen, heißt es. Als die 19-Jährige am Dienstag in sozialen Netzwerken die Öffentlichkeitsfahndung entdeckt habe, hätte sie sofort die Polizei in Coburg verständigt. Aufgrund dieses Hinweises konnten die Ermittler den gesuchten Mann identifizieren.

Bei weiteren Ermittlungen stießen Polizisten in der Wohnung eines 55-jährigen Coburgers auf die gesuchte Elfjährige sowie ihren 33-jährigen Begleiter. Die Polizisten informierten die Eltern des Kindes und brachten das Mädchen zur Dienststelle.

Die Hintergründe des Falls waren zunächst unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der 33-Jährige über soziale Medien Kontakt zu dem Mädchen aufgenommen und sie überredet haben, mit ihm mitzufahren. Gegen den Mann wird nun wegen verschiedener Delikte ermittelt. Ein Ermittlungsrichter erließ den Angaben nach gegen den 33-Jährigen einen Untersuchungshaftbefehl. 

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Vorschaubild: © Britta Pedersen/dpa (Symbolbild)