23-Jähriger vermisst: Lebensgefährliche TikTok-Challenge führt zu Polizeieinsatz

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Lebensgefährliche TikTok-Challenge führt zu Polizeieinsatz in Würzburg
Die Polizei in Würzburg hat nach einem aus der Uniklinik vermissten 23-Jährigen gesucht. Der junge Mann hatte zuvor eine große Menge Paracetamol eingenommen. (Symbolbild)
Polizeiauto mit Blaulicht in München
Felix Hörhager/dpa
Lebensgefährliche TikTok-Challenge führt zu Polizeieinsatz in Würzburg
Die Polizei in Würzburg hat nach einem aus der Uniklinik vermissten 23-Jährigen gesucht. Der junge Mann hatte zuvor eine große Menge Paracetamol eingenommen. (Symbolbild)
Social-Media-App Tiktok
Monika Skolimowska/dpa

Diese Challenge hätte tödlich enden können: Ein 23-Jähriger nimmt eine große Menge Paracetamol ein und landet im Krankenhaus. Doch dann ist er plötzlich verschwunden.

Eine dem Sachstand nach lebensgefährliche TikTok-Challenge führte am Freitagabend (14. August 2026) zu einem größeren Einsatz der Würzburger Polizei. Ein zunächst vermisster 23-Jähriger befindet sich mittlerweile in ärztlicher Behandlung, wie die Polizei berichtet.

Gegen 18.45 Uhr verständigte das Personal der Uniklinik die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und teilte einen vermissten Patienten mit. Dieser hatte zuvor nach eigenen Angaben aufgrund einer TikTok-Challenge eine größere Menge Paracetamol eingenommen, sich jedoch noch vor der ärztlichen Versorgung aus seinem Zimmer entfernt. Das Ausbleiben einer Behandlung könne laut des behandelnden Arztes zu lebensgefährlichen Organschäden führen. 

23-Jähriger nimmt "größere Menge Paracetamol" und verschwindet vor ärztlicher Behandlung

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat in der Folge ihre Ermittlungen aufgenommen und zusammen mit Unterstützung des Krankenhauspersonals auch eine Absuche des Gebäudes veranlasst.

Der Vermisste konnte letztlich kurze Zeit später aufgefunden und auch ärztlich versorgt werden. Da sich Hinweise auf eine mögliche psychische Ausnahmesituation ergeben haben, wird durch das Klinikpersonal eine psychologische Begutachtung und anschließende Unterbringung geprüft.

Die Polizei warnt eindringlich vor lebensgefährlichen Online- und TikTok-Trends. Solche Mutproben können zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen. Die Polizei gab zudem folgende Hinweise:

  • Eltern sollten Gespräche mit ihren Kindern führen und sie für die Gefahren solcher Trends sensibilisieren.
  • Entsprechende Inhalte sollten direkt auf den Plattformen oder bei entsprechenden Meldestellen (z.B. klicksafe) gemeldet werden.

Weitere Tipps zum Umgang mit gefährlichen Online-Challenges gibt es hier.