Dabei ist eine wichtige Unterscheidung zu beachten: Aus der Zahl lässt sich nicht ableiten, dass 3,65 Millionen einzelne Menschen ihre Beiträge nicht bezahlt haben. Die Statistik des Beitragsservice erfasst Beitragskonten. Übrigens: Nicht jeder muss Rundfunkbeitrag zahlen - es sind auch Befreiungen möglich. Andererseits ist etwa derUmzug in ein Pflegeheim allein noch kein Grund für eine Befreiung.
Rundfunkbeitrag nicht bezahlt: 1,39 Millionen Vollstreckungsersuchen
Offene Rundfunkbeiträge können Folgen haben. Im Jahr 2025 verzeichnete der Beitragsservice insgesamt 18,31 Millionen Mahnmaßnahmen. Zum Vergleich: 2024 waren es noch 22,73 Millionen.
In 1,39 Millionen Fällen wurden 2025 Vollstreckungsersuchen ausgebracht. Auch hier ging die Zahl zurück: Ein Jahr zuvor waren es 1,59 Millionen gewesen.
Wer den Rundfunkbeitrag nicht fristgerecht bezahlt, kann zunächst eine Zahlungserinnerung erhalten. Bleibt der Betrag weiterhin offen, kann ein Festsetzungsbescheid folgen. Dabei fällt grundsätzlich auch ein Säumniszuschlag an. Ein solcher Bescheid stellt einen vollstreckbaren Titel dar. Nach weiteren Schritten kann schließlich ein Vollstreckungsverfahren eingeleitet werden.
Neuer Online-Service zeigt auch kommende Zahlungstermine
Die neue Abfrage soll es Beitragszahlern erleichtern, solche Rückstände zu vermeiden. Neben dem aktuellen Kontostand können sie dort sehen, wann die nächsten Beiträge fällig werden. Besteht bereits ein Rückstand, erhalten Nutzer zudem Informationen darüber, wie sie ihr Konto wieder ausgleichen können.
Das ist vor allem für Beitragszahler interessant, die ihre Beiträge selbst überweisen. Wer ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt hat, muss die einzelnen Überweisungstermine dagegen nicht selbst im Blick behalten.
Hinzu kommt eine Änderung bei den Zahlungsaufforderungen. Der Beitragsservice stellt die bisherigen regelmäßigen Schreiben zunehmend auf eine sogenannte Einmalzahlungsaufforderung um. Dabei werden die künftigen Zahlungstermine einmalig mitgeteilt. Erst wenn sich beispielsweise die Höhe des Rundfunkbeitrags ändert, soll wieder eine neue Mitteilung folgen.
Die Zahlungstermine können außerdem als Kalendereinträge auf Smartphone oder Computer gespeichert werden.
Beitragsservice verwaltet knapp 47 Millionen Konten
Hinter dem neuen Angebot steht der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio mit Sitz in Köln. Dabei handelt es sich um eine nicht rechtsfähige Verwaltungsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören der Einzug des Rundfunkbeitrags sowie die Verwaltung der Beitragskonten. Hervorgegangen ist der Beitragsservice 2013 aus der früheren Gebühreneinzugszentrale (GEZ).
Ende 2025 verwaltete die Einrichtung insgesamt 46.922.005 private und nicht private Beitragskonten. Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 8,72 Milliarden Euro. Davon gingen rund 8,56 Milliarden Euro an ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie 164,5
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