Vier Wochen vor dem Ernstfall ist noch gehörig Sand im Getriebe des VfL Frohnlach. Das erste Testspiel gegen den VfC Plauen ging auf dem Kunstrasenplatz des SV Hallstadt sprichwörtlich in die Hosen. Mit 0:5 unterlagen die "Blau-Weißen" deutlich.

Das Team von Trainer Andreas Schöll wirkte in allen Mannschaftsteilen verunsichert, was sicher auch an der Tatsache lag, dass der Coach einige Umstellungen vornahm und kräftig experimentierte. Zwar werde niemand diesen Test und vor allem auch das deprimierende Ergebnis überbewerten, doch das Spiel hat gezeigt, dass bis zum 1. Punktspiel am Samstag, 23. Februar noch viel zu tun ist.

Bei den "Blau-Weißen" kamen auch zwei Gastspieler zum Einsatz: Alexander Bury und Gentian Lekaj - beide könnte der "Wischi-Klub" kurz vor Ende der Wechselperiode II (31. Januar) noch unter Vertrag nehmen. Bury spielte in der Innenverteidigung und konnte dabei nicht überzeugen. Der 21-jährige aus Schkeuditz stammende verteidiger spielt derzeit beim 1. FC Lokomotive Leipzig und könnte die Lücke schließen, die Frank Zapf beim VfL hinterlassen hat. Wie gemeldet wechselte der Innenverteidiger letzte Woche zurück zum Landesligisten TSV Neudrossenfeld.

Im Sturmzentrum neben Thomas Karg kam Gentian Lekaj am Mittwochabend zum Einsatz. Der 18-jährige Angreifer spielte in der Vorrunde in der U19 Bundesliga-Mannschaft des 1. FC Nürnberg. Aber auch der aus Esslingen stammende Offensivspieler konnte wenig Akzente in diesem einseitigen Spiel setzen, so dass die VfL-Trainer wenig neue Erkenntnisse bekamen.

Die aktuelle Situation des VfL Frohnlach ist durchaus mit der des VFC Plauen vergleichbar, denn auch die Sachsen kämpfen um den Klassenerhalt und hat dafür einen neuen Trainer verpflichtet. Der Vogtländische Fußball-Club, der zur Winterpause in der Regionalliga Nordost mit nur zwölf Punkten den drittletzten Tabellenplatz einnimmt, testete in Hallstadt mit Daniel Schuster von der SpVgg Selbitz, dem noch vereinslosen Florian Matk und Marcel Nolde vom Malchower SV ebenfalls mehrere Probespieler.


VfL Frohnlach gegen
VFC Plauen 0:5

Auf dem gut bespielbaren Kunstrasenplatz des SV Hallstadt entwickelte sich eine recht zerfahrene Partie, in der aber die Gäste aus Sachsen eher zu ihrem Spiel fanden und die Frohnlacher mit zunehmender Spieldauer von einer Verlegenheit in die andere stürzten. Die neu formierte VfL-Truppe, die in einem 4:1:3:2-System antrat, also mit zwei Spitzen zum Erfolg kommen wollte, hatte vor allem im Spielaufbau Probleme.

Abwehr: Abstimmungsprobleme

Christian Beetz, der wie Stürmer Paul Scheller aus beruflichen Gründen fehlte, wurde in der Hintermannschaft an allen Ecken und Enden vermisst. Die Abstimmung zwischen Marcel Burkhardt und Alexander Bury passte zu keinem Zeitpunkt, obwohl der Leipziger im Spielaufbau durchaus gute Ansätze erkennen ließ. Sinan Bulat sah auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition in der Viererkette schlecht aus und schob oft zu spät ein. Auch der bisherige Bezirksligaspieler Govinda Innes konnte nach dem Wechsel hinten rechts die Lücken nicht stopfen.

Mittelfeld: Wenig Bindung

Im Mittelfeld war Kapitän Bastian Renk auf der Sechserposition auf sich alleine gestellt und konnte dem Spiel wenig Impulse geben. Tayfun Özdemir mühte sich zentral hinter den Spitzen vergeblich und Jakob Engelmann ging unter.

Angriff: Stürmer hingen in der Luft

Das Doppel-Sturmspitze Karg-Lekaj oder später auch der nach vorne geschobene Bulat blieben wirkungslos. Der junge Nürnberger hatte nach der Pause fast keinen Ballkontakt.

Der VFC deckte die Schwächen gnadenlos auf und verbuchte immer wieder gute Chancen, doch gegen den Vorletzten der Bayern-Regionalliga traf nur Marc-Philipp Zimmermann mit einem sehenswerten Kopfball-Tor.
Nach dem Wechsel lief der Ball noch flüssiger - und nun hagelte es gegen die oft unsortierte und überforderte VfL-Defensive auch regelmäßig Tore. Nach dem 2:0 von Knoll traf Zimmermann dreimal in Folge und jubelte über einen Hattrick.

Für Plauens Neu-Trainer Michael Hiemisch war es der dritte Sieg, entsprechend zufrieden war er mit seiner Elf: "Es war der erste reguläre Test auf einem geräumten Platz. Wir haben den Druck auf Frohnlach Stück für Stück erhöht. Auf dieser Leistung können wir auf jeden fall aufbauen."

Am Samstag gegen FC 05 Schweinfurt

Auf Frohnlachs Coach Andreas Schöll wartet in den verbleibenden Testwochen noch viel Arbeit. Bereits am morgigen Samstag steigt auf dem Kunstrasen der DJK Don Bosco Bamberg das nächste Spiel. Gegner ist der FC 05 Schweinfurt. Das Bayernliga-Spitzenteam verlor am Mittwochabend ein Vorbereitungsspiel auf dem Kunstrasen in Coburg.

Fürths Präsident Hack in Coburg

Die Bundesliga-Reserve der SpVgg Greuther Fürth (U23) besiegte die "Schnüdel" unter den Augen von SpVgg-Präsident Helmut Hack auf der Dr.-Stocke-Anlage in der Wiesenstraße mit 4:1.
Schweinfurt ist ein eine Mannschaft, die durchaus die Relegation erreichen und nach der Punktrunde in K.o-Spielen auf die "Blau-Weißen" treffen könnte. Und ein Relegationsplatz ist ja bekanntlich das Etappenziel des VfL Frohnlach auf dem steinigen Weg zum Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern. oph